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Wenn ein Super-GAU eine deutsche Metropole verwüstet, entstehen Schäden in Tausend-Milliardenhöhe. Wer bezahlt dafür im schlimmsten aller Fälle? Wir. Denn ein Atomkraftwerk kann man nicht versichern

Atomkraftgegner argumentieren meist mit den ökologischen Risiken der nach wie vor ungeklärten Endlagerung oder mit den Menschenleben, die ein GAU fordern würde. Doch auch, wer die Risiken ins Finanzielle übersetzt, muss entweder gut verdrängen können oder kreidebleich werden. Denn ein GAU würde nicht nur menschliche und ökologische Schäden in bisher nicht gekannter Höhe verursachen. Er würde Deutschland auch zu einem der ärmsten Staaten der Welt machen. Sind wir gegen dieses Risiko eigentlich versichert?
5.500 Milliarden Euro Schaden
Nein, leider nicht. Die Atomenergie ist ein hochkomplexe Technologie. Sie muss vielfältig gesichert, die zum Betrieb benötigten Ressourcen aufwändig beschafft und entsorgt werden. Würden wir sie adäquat versichern, wäre Atomstrom ein für den Normalbürger unbezahlbares Luxusgut. Zum Glück für die Stromkonzerne beträgt der Deckungsbetrag deutscher AKWs - gesetzlich festgelegt - nur 2,5 Milliarden Euro.
Dabei hätte die Gesellschaft im Fall eines GAUs Kosten zu tragen, welche die der aktuellen Finanzkrise bei weitem übersteigen würden. Ein Gebiet von der zwölffachen Größe Berlins müsste dauerhaft evakuiert werden. Die Räumung würde mehrere Millionen Menschen betreffen. Das Sperrgebiet mit all seinen Ressourcen wäre fortan wertlos. Eine Studie im Auftrag des Bundeswirtschaftsministeriums ergab, dass Gesundheits-, Sach-, und Vermögensschäden von 2.500 bis 5.500 Milliarden Euro zu erwarten wären. Die Versicherung deckt also kaum ein Prozent des Schadens, der bei einem Unglücksfall entstehen würde. Zahlen müssten wir alle, denn keine Versicherung der Welt gewährleistet die Erstattung einer solchen Summe.
Kommende Generationen werden ihrer Zukunft beraubt
Zum Glück, suggerieren die Stromkonzerne, liegt die Wahrscheinlichkeit eines solchen Falles nicht mal im Promillebereich. Doch eine Risikostudie der Gesellschaft für Reaktorsicherheit (GRS) im Auftrag der Bundesregierung kam zu einem beklemmenden Ergebnis: Ein Super-GAU in einem Atomkraftwerk passiert mit einer hohen Wahrscheinlichkeit ein Mal in 30.000 Betriebsjahren. Für Deutschland, wo derzeit 19 Atomkraftwerke in Betrieb sind, bedeutet das: Bei einer 30jährigen Betriebszeit liegt die Wahrscheinlichkeit für den größten anzunehmenden Unfall in einem der Reaktoren bei zwei Prozent. Diese Rechnung bezieht sich nur auf einen Super-GAU durch technisches Versagen. Menschliche Fehler sind noch nicht berücksichtigt.
Die Frage nach den Kosten des Atomstroms ist also vielleicht die Falsche. Die richtige Frage lautet eher: Warum ist Atomstrom derzeit so billig? Weil die wahren Kosten auf die Allgemeinheit abgewälzt werden. Voll versichert, müsste eine Kilowattstunde Atomstrom über einen Euro kosten.
Übrigens: Ein weiterer Grund, warum Atomstrom so günstig ist, ist, dass wir ihn schon zum zweiten Mal bezahlen. Alle Atomkraftwerke und Endlager wurden mit hohen Staatszuschüssen gebaut. Das hat den Steuerzahler bisher 100 Milliarden Euro gekostet. Die Rückstellungen der Atombetreiber für die Entsorgung des Atommülls und den späteren Rückbau der AKWs sind steuerfrei. Das kostet den Steuerzahler rund 800 Millionen Euro pro Jahr.
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das in japan, scheiß sache, aber was willst de da noch machen... und man hört immer nur kosten kosten kosten....
>>das schwarze loch im teilchenbeschleuniger<<
das sollte top thema sein, da müssen wir gegen an gehen,
das könnte man verhindern, und wenn wir die schweizer dafür angreiffen müssten, diese scheiße wird unsere ganze welt fresse.... da hab ich richtig schieß vor!
http://sciencev1.orf.at/science/news/26382
Ich hasse diese "Was wäre wenn??" Argumente.
Es wird niemals zu einem GAU in einem deutschen AKW kommen, selbst wenn sie 100 Jahre laufen.
GAU = Größter Anzunehmender Unfall.
darüber hinaus kann es nichts größeres mehr geben, sei es auch noch so "super". Ihr seid doch alle Lehrer, seid doch mal Vorbild für eure Kinder.
mit Bedauern muß ich feststellen das die Pisastudie auch bei Akademikern oder Langzeitstudenten nicht halt macht.
Warscheinlich haben sie in ihren 25 Jahren Energiewirtschaftstudium etwas zuviel Hasch geraucht!
Sie wiedersprechen sich in ihrem kurzen Kommentar vom 13.7.09. mindestens zwei mal.
Bei ihren Beratertätigkeiten ist doch, wenn sie ehrlich sind,
nur Quatsch und Unsinn herausgekommen, so oft wie sie ihre Lobbys wechseln!
Ein Mann ihrer Bildung sollte außerdem wissen wie man sich in einem Brief respektvoll verabschiedet!
Ich hoffe ihnen etwas beigebracht zu haben und verbleibe,
achtungsvoll
Franz Locher