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PM 127/09 vom 13.06.2009 - Zu den Wahlen im Iran erklärt Claudia Roth, Bundesvorsitzende von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN:
"Die Präsidentschaftswahlen im Iran waren keine demokratischen Wahlen. Die angekündigten Ergebnisse der Wahlen sind eine riesengroße Enttäuschung für Millionen Menschen im Iran. Schon im Vorfeld hat der Wächterrat nur 4 von über 1400 angemeldeten Kandidaten zur Wahl zugelassen. Und die Manipulation der Wahlergebnisse scheint putschähnliche Ausmaße zu haben. Es gibt klare Hinweise auf massive
Unregelmäßigkeiten in den Wahllokalen und auf zentral koordinierte
Fälschungen.
Die Verhinderung von Vertreten der anderen Kandidaten bei
der Wahrnehmung ihrer Aufsichts- und Beobachteraufgaben in den meisten
Wahllokalen war schon der erste Warnhinweis auf geplante
Manipulationen. Völlige Intransparenz im iranischen Innenministerium
bei der Zusammenfassung der Ergebnisse aus den Wahllokalen und fehlende
Kontrollmöglichkeiten durch unabhängige Instanzen lassen befürchten,
dass Fälschungen massiv und von langer Hand geplant waren.
Trotz dieser Willkür haben die Menschen im Iran den Wahlkampf dazu
genutzt, ihre Forderungen nach mehr Bürger- und Freiheitsrechten, nach
Beendigung der Diskriminierungen von Frauen und Minderheiten, nach
Frieden und Sicherheit lautstark zu formulieren. Das so entstandene
gesellschaftspolitische Klima hat zu unumkehrbaren Verschiebungen im
Gefüge der Islamischen Republik Iran geführt. Den Bewusstseinswandel
und die Erwartungen der Mehrheit der Iraner kann die Staatsführung nicht
mehr aus der Welt schaffen, unabhängig davon, wer der nächste Präsident
sein wird.
Sollte Ahmadinejad der nächste Präsident werden, darf er seine
unverantwortliche Politik der letzten vier Jahre nicht fortsetzen. Die
ausgestreckte Hand von Präsident Obama muss aus Teheran jetzt endlich
adäquat und konstruktiv beantwortet werden. Es braucht jetzt eine
Wiederaufnahme der Verhandlungen um das iranische Atomprogramm und über
die regionalen Konflikte – am besten auch in Form direkter Gespräche
zwischen dem Iran und den USA. Aber auch den notwendigen Ausgleich in
der iranischen Gesellschaft kann Ahmadinejad nicht mit Populismus und
der Unterstützung der Sicherheitskräfte erreichen."
----------------------
(c) BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Bundesvorstand
Jens Althoff, Pressesprecher, Platz vor dem Neuen Tor 1, 10115 Berlin
Tel: +49 (0)30/28442-130, Fax: +49 (0)30/28442-234
E-Mail: presse (at) gruene.de
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The Iranian reform movement attempted to unite behind former Prime Minister Mir-Hossein Mousavi. The turnout was very high with around 85 percent of the electorate voting. Unofficial results from within the interim ministry report Mousavi the absolute winner with 54% of the votes with Mehdi Karoubi and Ahmadinejad with 31% and 13% ranked after Mousavi.
In total denial of Iranian people's choice, the Islamic Republic's officials announced Ahmadinejad to be the winner and Iranians are repressed by military forces.
We Iranian people and supporters of democracy and freedom across the world request you and your party to condemn the current coup d'état, support Iranians in their efforts for a fair election and restrain from accepting Mahmoud Ahmadinejad as the next president of Iran.
We ask the world leaders to insist on security of the opposition leaders--president elect Mir Hossein Mousavi, former presidents Mohammad Khatami and Akbar Rafsanjani and the former speaker of the Parliament Mehdi Karoubi.