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Neun von zehn Internet-Surfern nutzen Google. Bist Du einer von ihnen? Dann weiß Google, wen Du magst, was Du gern isst, wen Du wählst. Wir erklären, wie der Suchmaschinenbetreiber Deine Daten einsammelt.












Wie hieß noch gleich das tolle mexikanische Restaurant, das eine Freundin neulich empfohlen hat? Kein Problem, es gibt ja Google. Im Handumdrehen ist die Antwort da. Während Du Dich darüber freust, wie einfach das war, freut sich Google über die schönen Daten, die Du eben hinterlassen hast.
Suchmaschinen protokollieren jede einzelne Eingabe. Google speichert auf seinen Servern nicht nur Suchbegriffe, Datum und Uhrzeit, sondern auch die IP- Adresse des Fragenden. Anfangs speicherte Google diese Daten für einen unbegrenzten Zeitraum. Nachdem das Unternehmen scharfe Kritik durch EU-Datenschützer einstecken musste, werden die Daten inzwischen nach 18 Monaten anonymisiert. Den Nutzern hilft das wenig: Niemand ist unbeobachtet, dessen Spuren anderthalb Jahre lang zu sehen sind.
Was die Suchmaschine über Dein Surfverhalten gespeichert hat, ermöglicht detaillierte Aussagen über Deine Hobbies, Deinen Beruf, Dein Einkommen, Deine politische Einstellungen und Deine Religionszugehörigkeit. Von Menschen, die regelmäßig Suchmaschinen nutzen, kann so ein umfassendes Profil erstellt werden, mit dessen Hilfe zum Beispiel personalisierte Werbung geschaltet und verschickt werden kann. Viel Spaß mit dem neuen Viagra!
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Aber dennoch sollte man, wie im Straßenkehr auch, die Gefahren kennen und wissen wo sie auf uns lauern könnten, damit man ihnen aus dem Weg gehen kann. ;-)
@Lenny:
Dass Du nicht verstehen kannst, warum darum so ein Wirbel gemacht wird, kann ich gut verstehen, denn ich habe selbst recht lange dafür gebraucht um zu kapieren, was wirklich dahinter steckt. Denn meistens werden nur Andeutungen gemacht, ausführliche Erläuterungen findet man, wenn übehaupt, nur selten. Deswegen will ich versuchen Dir dies an einem Beispiel zu erklären:
Zielgruppenorientierte Werbung:
Facebook bietet zielgruppenorientierte Werbung an:
D. h. Frauen, die so um die 40 sind, bekommen Werbung zu Klamotten, Reisen, Kosmetika, Spiele und Ü30-Partys angezeigt.
Die Männer erhalten Werbung zu Spielen, Mobiltelefonen, Computern, Geldanlagen, Zeitschriften und Büchern, Kosmetika für den Mann, Ü30-Partys u.v.a.m..
Die Werbung selber finde ich zwar blöd, meistens nervt sie, aber schrecklich finde ich sie nicht. Manchmal kann sie sogar ganz nützlich sein. Bei Facebook habe ich zwar noch keine wirklich interessante und damit nützliche Werbung (=Information) gesehen ;-), aber woanders kann das schon mal vorkommen.
Ich kann es auch gut nachvollziehen, wenn Firmen zielgruppenorientiert werben wollen. Auch das ist erst einmal nichts Schlimmes.
Schlimm ist es allerdings, wenn (zusätzlich) die Werbung für die Manipulation von Gruppen (z.B. Frauen, Männern, Alte, Junge) oder gar von ganzen Gesellschaften (z.B. Deutsche, Franzosen, Europäer) verwendet wird, indem man z.B. bei der einen Gruppe Informationen (Themen) einfach weglässt. Natürlich wird sich deswegen nicht sofort die Gesellschaft ändern. Aber der stete Tropfen höhlt den Stein. Man kann das Ganze auch als Gehirnwäsche bezeichnen, die mittelfristig oder langfristig ihre Wirkung zeigen wird. Und schon allein aus diesem Grund ist der Wirbel darum nicht nur gerechtfertigt, sondern extrem wichtig!
Wenn Du zusätzlich verhindern willst, dass nach Deinem Urlaub neben Deinem Fernseher noch ein zweiter steht ;-) oder Du auch kein Bock auf Klonen hast (aus einem Lenny werden zwei = Identitätsklau), dann solltest Du, wenn Du es nicht bereits jetzt schon tust, Dein Geburtsdatum nur dann herausrücken, wenn dies z.B. für einen Vertragsabschluss absolut notwendig ist. Facebook & Co. geht das garnix an. Das Selbe gilt auch für viele Deiner "Internet-Freunde". Deine realen Freunde wissen wann Du Geburtstag hast und die, die es noch nicht wissen, aber wissen sollten, denen kannst Du es dann entweder persönlich, per SMS oder per Mail mitteilen. Das Selbe gilt auch für Deine Adresse, den Arbeitgeber, die Schule, wann Du mit wem und wann in Urlaub fährst und viele andere persönliche Informationen, wie z.B. Bilder von Dir und Deinen Freunden.
Manchmal mag die eine oder andere Funktion ganz nützlich sein, aber ich empfehle auch Dir:
Frage Dich bei jeder Eingabe, die Du tätigst, aber auch bei jeder Funktion die Du nutzen willst, ob wirklich Du derjenige bist, der den größten Nutzen daraus zieht. Meistens stellt sich nach diesen Überlegungen heraus, dass der Webseitenbetreiber noch einen viel größeren Nutzen (mehr Infos=mehr Geld=mehr Macht) daraus zieht. In diesem Fällen solltest Du vor einer Eingabe bzw. Nutzung absehen.
In diesem Zusammenhang:
nicht jedes Eingabefeld muss ausgefüllt werden. Und wenn man dazu gezwungen wird?
Ich rufe zwar ungerne zum Flunkern auf, aber im Internet ist flunkern an vielen Stellen notwendig geworden, wenn man zukünftig nicht als "gläserner" Mensch durch die Gegend wandeln will.
@Dominik:
Das Internet ist nicht böse und böse Cookies gibt es auch nicht, aber man kann mit Hilfe von Cookies, z.B. Flash-Cookies oder SuperCookies (DOMStorage) Personenprofile erstellen und damit was Böses anstellen.
Dafür benötigt man meistens nur die Surfgewohnheiten (Chronik) und Browsereinstellungen des Nutzers. Mit Hilfe dieser Angaben kann man inzwischen auch ohne die IP-Nummer jemanden identifizieren und weiter ausspionieren.
Übrigens: Flash-Cookies werden immer erstellt, auch dann, wenn ich es gar nicht will. Zusätzlich befinden sie sich in einem speziellen Ordner, der beim Löschen der Cookies über den Browser nicht berücksichtigt wird. Praktisch, gel?
Und:
Richtig ist, dass viele Systeme (z.B. WordPress) für spezielle Funktionen, z.B. das Login, Cookies verwenden. Zwingend erforderlich ist es aber nicht, denn es geht auch anders, wie z.B. bei XT-Commerce. JavaScript ist inzwischen bei mir meistens deaktiviert, da die meisten Webseiten auch ohne JavaScript tadellos funktionieren. Damit verhindere ich auch, dass Google mit Hilfe von Google-Analytics über mich weitere Informationen sammeln kann.
Irgendwie ist es schon erschrekend, aber die allgemeine Internet-Paranoia geht mir ziemlich auf die Nerven.
Also ein Cookie ist eine winzige Datei, die auf dem Computer abgelegt wird und nicht ein ganzes Programm.
Bei einigen Browsern kann man sogar Cookies ablehnen und bei allen Browsern kann man Cookies löschen.
Also wer Google ein bissl ärgern will, löscht nach jeder Sitzung die Cookies:
z.B. Firefox:Strg+Umschalttaste+Entf und dann "Alles" auswählen und Cookies anhackeln
-Fertig-
google (und alle anderen Webseiten auch) denken, ihr seid neue Internetnutzer
Erschreckend!