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Arbeit

Für uns ist Arbeit gesellschaftliche Teilhabe und persönliche Entfaltung. Sie muss gerecht entlohnt werden und mit einer intelligenten Arbeitszeitpolitik an die Bedürfnisse der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer angepasst werden.

10.06.11
Wo-men at Work, Foto: © flammenhannes/photocase.com

Wo-men at Work, Foto: © flammenhannes/photocase.com

Erwerbsarbeit ist nicht nur Broterwerb. Sie ermöglicht gesellschaftliche Teilhabe und persönliche Entfaltung. Deshalb müssen die Rahmenbedingungen zum Abbau der Arbeitslosigkeit und gerechte Zugangsmöglichkeiten zur Erwerbsarbeit für alle geschaffen werden.

Unser Green New Deal kann den Rahmen für Hunderttausende neue Jobs schaffen, wenn wir Zukunftsinvestitionen vorziehen und die ökologischen und sozialen Schwächen unserer Wirtschaftsordnung beseitigen. Dabei setzen wir auf einen Mix aus klarer Ordnungspolitik (z.B. CO2-Grenzwerte), neuen Finanzierungsinstrumenten (z.B. der Bürgerversicherung in der Gesundheit), veränderten Rahmenbedingungen für den Arbeitsmarkt (u.a. das Progressivmodell) sowie vorgezogenen staatlichen Investitionen (z.B. in Bildung oder Gebäudesanierung).

Ein weiteres Ziel ist, Benachteiligungen am Arbeitsmarkt besonders von Frauen, älteren Menschen, Migrantinnen und Migranten abzubauen. Die Zukunft unseres Landes liegt in innovativen Konzepten, kreativen Produkten und gut ausgebildeten Menschen.

Die hohen Lohnnebenkosten wollen wir mit einer Reform der sozialen Sicherungssysteme senken, in dem wir zum Beispiel den unteren Einkommensbereich gezielt durch progressiv gestaltete Zuschüsse von Sozialabgaben entlasten.

Mit einem allgemeinen gesetzlichen Mindestlohn in Höhe von wenigstens 7,50 Euro je Stunde wollen wir sicherstellen, dass man von seiner Arbeit auch leben kann. Höhere Mindestlöhne in einzelnen Branchen bleiben hiervon unberührt.

Ein gesetzlicher Mindestlohn ist zudem ein wichtiger Beitrag zur Geschlechtergerechtigkeit, weil vor allem Frauen von Niedriglöhnen betroffen sind. Der gesetzliche Mindestlohn wird jährlich überprüft und gegebenenfalls bei steigenden Lebenshaltungskosten angepasst.

Wir setzen auf eine Arbeitszeitpolitik, die mit Instrumenten wie Arbeitszeitkonten, Familien-Teilzeit, Job-Rotation und Job-Sharing vorhandene Arbeit besser verteilt. Im zweiten Arbeitsmarkt wollen wir vor allem die Qualifizierung für personenbezogene Dienstleistungen fördern, weil dieser Sektor Wachstum verspricht. Alle jungen Menschen sollen die Chance auf eine berufliche Ausbildung haben. Familien-, Erziehungs- und ehrenamtliche Arbeit sind auch Arbeit. Wir wollen deshalb Instrumente schaffen, die unterschiedliche Lebensformen und Kombinationen aus Phasen der Erwerbsarbeit und Nicht-Erwerbsarbeit ermöglichen und sozial absichern.

Zeitarbeit darf kein Instrument sein, mit dem Lohndumping vorangetrieben wird. Die Bedingungen für Zeitarbeitnehmerinnen und Zeitarbeitnehmer müssen sich deshalb verbessern. Sie müssen vom ersten Tag an wie die Stammbelegschaft bezahlt und behandelt werden. Die gesetzliche Ausnahmeregelung, per Tarifvertrag von den Arbeits- und Lohnbedingungen des Entleihbetriebs abzuweichen, muss gestrichen werden. Uns ist es nicht egal, unter welchen Bedingungen die Menschen arbeiten müssen.

 

Hintergrundinformationen als PDF:

Gegen Tarifverträge mit Pseudogewerkschaften - Parteitagsbeschluss 2009

Anders Wirtschaften - Ein Grüner New Deal für neue Arbeit und Innovation - Kapitel 1 des Bundestagswahlprogramm 2009

 

Nur wer Wirtschaft und Umwelt zusammen denkt, schafft neue Arbeitsplätze. Wie wir das erreichen wollen, zeigen wir im Video "1 Million neue Jobs":

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Arbeiter auf Hochspannungsleitung, Foto: © seraph/photocace.com

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Robert
23-01-12 10:46
Dies sehe ich nicht so da ich kein fan von den gRÜNEN BIN
Hans-Jürgen
19-06-11 10:38
Sie arbeiten Vollzeit, aber es reicht nicht. Viele Leiharbeiter sind trotz Job auf staatliche Hilfe angewiesen, in einigen Branchen verdienen sie nicht einmal halb so viel wie regulär Beschäftigte. Laut einer DGB-Studie ist der Abstand sogar noch größer geworden.So verdienen Leiharbeiter im Schnitt nur etwa halb so viel wie Vollzeitbeschäftigte. Nur 19,1 Prozent kommen der Studie zufolge auf monatlich mehr als 2000 Euro brutto - Festangestellte schafften dies in 70 Prozent aller Fälle.
Viele Leiharbeiter könnten von ihrer Arbeit nicht leben, heißt es laut "SZ" in der Studie. 92.000 Menschen seien Mitte vergangenen Jahres auf Hartz IV angewiesen, zählten also zu den sogenannten Aufstockern. Das sei fast jeder achte. "Das Verarmungsrisiko der Leiharbeiter ist damit fast vier bis fünf Mal größer als in der Gesamtwirtschaft", sagte der Autor der Studie, Wilhelm Adamy, der Zeitung. In keiner anderen Branche sei das Risiko der Hartz-IV-Bedürftigkeit so groß.Im Schnitt weniger als 1500 Euro brutto im Monat
Grundlage der Studie ist die Entgeltstatistik der Bundesagentur für Arbeit. Adamy hat nach eigenen Angaben die Werte von fast 500.000 Leiharbeitern ausgewertet. Verleih-Arbeitskräfte erhielten demnach 2009 in den alten Bundesländern im Schnitt 1456 Euro brutto im Monat, im Osten seien es 1124 Euro gewesen.
Mehr als 10 Prozent im Westen und gut 20 Prozent im Osten hätten weniger als 1000 Euro im Monat verdient - trotz Vollzeitjob. "Armut trotz Arbeit ist hier an der Tagesordnung, selbst wenn sich Hartz IV eventuell durch einen Zweitjob am Abend oder durch eine Erwerbstätigkeit anderer Familienangehöriger verhindern lässt", sagte Adamy der "SZ".
Besonders groß ist der Lohnabstand laut DGB in der Industrie: Hier verdienten die Leiharbeiter nicht einmal halb so viel wie Stammarbeitskräfte. Adamy kritisiert, dass viele nicht qualifikationsgerecht eingesetzt würden, "obwohl gut 60 Prozent von ihnen einen Berufsabschluss haben".
www.leiharbeiter-wehrt-euch.de.to
Dietmar Heilenz
15-11-10 14:16
Verschonen Sie uns von Herrn Schröbele und Frau Roth ,diese

Personen sind für Deutschland negatief und primitief .

Diese Personen sind das Letzte was Deutschland

hervorgebracht hat.Der Kastor war für Fr.Roth der Höhepunkt.
D.Heilenz
Gert singer
10-11-10 13:20
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