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Abitur oder Hauptschule? Unsere Karte zeigt: Nirgendwo sonst in Europa müssen Kinder und Eltern so früh entscheiden, wie es weitergeht
In Deutschland ist Wahrsagen leicht. Ein zehnjähriges Kind, das nach dem Ende der Grundschule in die Hauptschule kommt, wird ... nie Mercedes fahren. Es sei denn, es wird mal Taxifahrer.
Unser Bildungssystem bietet keine Chancengleichheit. Wer aus einem gesicherten sozialen Umfeld kommt, hat gute Chancen, einen höherwertigen Schulabschluss zu erreichen. Kinder aus sozial schwachen Familien oder mit Migrationshintergrund hingegen landen meist auf den Hauptschulen, wie PISA eindrucksvoll beweist. Von dort aus gibt es meist kein Zurück. Muss das eigentlich so sein?
Ein Blick ins europäische Ausland zeigt: Nein, muss es nicht. In der Frage nach dem richtigen Schulsystem, ob Gesamtschulprinzip oder Trennung der Kinder ab einer bestimmten Klassenstufe, gibt es Unterschiede.
Ein Trend aber ist deutlich: Überall bleiben die Schüler länger zusammen. Dadurch steigt das Leistungsniveau aller. Das haben PISA-Sieger wie Schweden oder Finnland gezeigt. Warum machen wir das nicht einfach auch so?
Gute Bildungspolitik muss beides im Blick haben: sowohl Struktur als auch Qualität. Wir müssen einerseits aufhören, zehnjährige Kinder in verschiedene Schultypen zu sortieren oder gar auszusortieren. Die Kinder müssen nicht nur länger gemeinsam lernen, sie müssen auch individuell gefördert werden - und selbstverständlich gilt das auch für die Hochbegabten unter ihnen.
Die Hauptschule abzuschaffen reicht allein nicht, es bedarf zugleich auch einer verbesserten Ausbildung der Lehrerinnen und Lehrer sowie neuer Methoden des Lernens und Lehrens, die in einer entsprechenden Unterrichtsqualität münden. Das ist der einzige Weg, um sowohl Kinder aus bildungsfernen Familien zu fördern als auch das Vertrauen der Mittelschichtfamilien in unser öffentliches Schulsystem zurückzugewinnen.
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Ich bin in der 10B einer Haupschule und werde somit (hoffentlich) bald meine Fachoberschulreife bekommen.
Diese Weg bis in die 10B war nciht gerade einfach.
Ich muss zugeben ich bin ein Spätzünder. Früher war ich faul und ja..und jetzt immernoch ein wenig. Aber das heißt nicht direkt das man als Hauptschüler dumm ist. Um auf den punkt zu kommen. Ich stimme den Aussagen im oberen Text föllig zu.
Ich finde wenn es nur eine Schulform geben würde, dann würden viel Schüler mehr Erfolg haben. Durch viel mehr Mutivation in der Klasse wird auch mehr erreicht. Ein Beispiel von der Hauptschule: Ich war immer recht gut in der Schule. Mit einem Notendurchschnitt von 2,0 und Kopfnoten die alle 1 sind, wird man schonmal schnell als Streber oder Schleimer abgestempelt. Das heißt Mutivation = 0. Allerdings könnte man in einer Gesammtschule sowas wie einen Grund- und Erweiterungskurs- einführen um mehr auf die Bedürfnisse der Kinder und Jugendlichen eingehen zu können (jetzt in den Hauptschulen). Allerdings sollten sich die Politiker mal mehr um den Lehrermangel kümmern. an unserer Schule fehlen 3 Lehrer. Der 1. ist schon seit ca einem halben Jahr Krank, der 2. ist in Vaterschaftsurlaub, und der dritte ist erst seit kurzem krankgeschrieben. Das bedäutet einerseits fällt viel Unterricht weg und andererseits viel Stress bei den Lehrern die den Vertretungsunterrich machen müssen. Einige Lehrer sind auch föllig unmutiviert. Da farg ich mich: Und die sollen unsere Vorbilder sein..NEIN DANKE!...
An der jetzigen Schulpolitik habe ich einiges zu meckern.
Aber da können ja die Grünen noch nichts dran machen.
Das sollte nur als Anreitz dienen um noch mehr ins Programm für die "Schulverbesserung" hereinzunehmen.
LG und danke für das Lesen
Johannes
PS: Aber als hauptschüler ist man auch nicht direkt verloren. ich werde mein Fachabi nachmachen und danach habe ich vor zu studieren. Wie meine Brüder die auch auf der Hauptschule waren und jetzt Studieren bzw schon fertig mit dem Studium sind.
Jeder Mensch in Deutschland hat ein Recht auf Bildung - und das ist auch gut so. Das Problem liegt bekanntlich bei der Umsetzung.
Ich finde die Trennung der Schüler nach der vierten Klasse katastrophal. Eine sehr gute Möglichkeit wäre ein Einsäulen-Prinzip mit individueller Förderung und Forderung.
Es gibt mehrere Grunde hierfür:
- Das Drei-Säulen-Prinzip separiert die Gesellschaft schon im Kindesalter(nach der 4. Klasse). Es werden soziale Schluchten geschaffen, die sich durch das ganze Leben ziehen. Es kann sich ja mal jeder selber Fragen wie sein Freundes- und Bekanntenkreis aufgebaut ist. Meistens Menschen, die man in der Schule, Arbeit, Uni,... kennengelert hat. Es ist doch sehr selten, dass ein Gymnasiast haupsächlich Freunde aus der Hauptschule hat und umgekehrt.
- Hauptschüler sind meistens schlechter als andere Schüler, weil ihnen die Motivation fehlt. Sie haben meistens das Gefühl auch nach einem erfolglich abgeschlossenen Hauptschulabschlus kaum eine Anstellung bzw. Lehrstelle zu bekommen und selbst wenn wird das Gehalt heutzutage kaum zum Leben reichen. Zumal teilweise sogar für Friseurstellen Abitur verlangt wird.
- Kinder aus sozial schwächeren Familien und Migrantenfamilien haben es oft schwieriger. Ganz klar: Die Eltern haben die größte Sorgfaltspflicht ihren Kindern gegenüber. Aber auch der Staat hat eine Sorgfaltspflicht und Kinder solten nicht für die Gedankenlosigkeit ihrer Eltern büßen.
- "Hauptschüler bleiben Hauptschüler auch wenn man die Hauptschule abschafft!". Ein Kommentar eines Bildungspolitikers. Dazu fällt mir leider nichts positives ein. Dieser Mensch hat keinerlei Ahnung von Pädagogik und Psychologie. Eins muss ich mal feststellen: Die Hauptschule gibt es nicht wegen der Hauptschüler, sondern die Hautschüler gibt es wegen der Hauptschule. Hier wurden Ursache und Wirkung vertauscht. Wenn eine Gruppe zusammen geführt wird, deren Motivation relativ niedrig ist, die keine Unterstützung aus ihrem Elternhaus erfahren, die unsicher sind weil sie keinen Zuspruch erfahren, die sich als noch unreife Menschen leicht unterordnen lassen... enteht eine separierte, hoch explosive Gruppierung, die nur schwer im späteren Alter "resozialisiert" werden kann.
Allerding wenn von vornherein eine Motivation besteht mit einem höheren Schulabschlus eine gute Arbeits-/ Ausbildungsstelle zu erhalten und keine Separierung Schülern gleichen Alters ist der Anteil leistungschwacherer Schüler auf ein Minimales zu reduzieren.
- und vielleicht noch einen wichtigen Punkt:
Den Kommentar "Es muss ja auch Elektriker und Klemptner geben" lass ich nicht gelten. Warum soll eine Handwerker nicht das gleich Recht oder besser gesagt die gleich Plicht haben wie ein Gynasiast das gleiche Grundwissen zu erhalen?
Warum Soll nicht eine Putzfrau die selbe schulische Ausbildung wie ein Arzt erfahren. Hierdurch würde auch die Grundbildung der Deutschen steigen unabhängig vom Beruf. Natürlich muss es auch Handwerker geben, aber ein Recht auf Grundbildung hat jeder was meiner Meinung nach in der Hautschule mangelhaft unterrichtet wird.
- Es gäbe noch so viel mehr was ich ansprechen möchte, z.B.
Sich im Unterrichtsstoff auf das wesentlich konzentrieren,
wichtige Fächer als Pflichtfächer einfüren wie Politik, Sozialkunde, Pädagogik, Umweltkunde,...
Lehrer gezielter ausbilden und unterstützen,...
Ich denke meine Intension ist klar:
>Grundbildung für alle
>Zusammengehörigkeitsgefühl im Jugendalter
>Motivation schaffen
>die Psychologie als wichtigen Drehpunkt zu erkennen
>Unterricht besser Strukturieren
Ein-Säulen-Sytem mit Förderung der Schwächeren und Forderung der Stärkern und Interessenbezogene Zusatzfächer.
Danke fürs Zuhören (Mitlesen)!
Bin offen für Fragen und Kritiken.