
Statt die Erneuerbaren zu stärken, macht sich Schwarz-Gelb zum Geldeintreiber der Atomlobby.
Die Zukunftsforen bilden die Grundlage für eine breite inhaltliche Diskussion in der Partei - auch für das nächste Bundestagswahlprogramm.
Ein Interview mit Steffi Lemke über die Umfragewerte der Grünen.
Claudia Roth über ihre Eindrücke des umkämpften Landes in einem Reisetagebuch für FR-online.
Das Aktionsbündnis K21 informiert über die Pläne und organisiert den Protest.
Nach dem Golf von Mexiko nimmt sich BP das Mittelmeer vor. Doch der Protest wirkt!
Britta Petersen über die Situation im Distrikt Nowshera in Pakistans Provinz Khyber Pakhtunkhwa.
Ein Gastbeitrag von Annalena Baerbock und Agnieszka Malczak über Atomwaffen, Atomausstieg und das neue NATO-Konzept.
Teil 18 der "Grünen Geschichte(n)": Die Frage der militärischen Gewalt.

Frauen in Deutschland erhalten im Durchschnitt immer noch 23 Prozent weniger Einkommen als Männer - auch bei gleichwertiger Arbeit. Das ist ein Skandal, diskriminiert Frauen und hat zudem negative Folgen für die Frauen, für unsere Wirtschaft und unsere Sozialsysteme. Wir fordern effektiven Schutz vor Lohndiskriminierung und aktive Maßnahmen zur Gleichstellung von Frauen und Männern - auch in der Arbeitswelt.
Lohngleichheit - um was geht es?
Bereits vor 50 Jahren haben die Gründungsstaaten der EU in den Römischen Verträgen das Ziel der Lohngleichheit vorgegeben. Bis heute ist sie nirgendwo in der EU erreicht. Frauen erhalten überall in Europa immer noch weniger Lohn als ihre männlichen Kollegen, selbst wenn sie eine gleichwertige Arbeit verrichten. Dabei ist ein großer Teil der Einkommensunterschiede auf die indirekte Diskriminierung von Frauen in der Arbeitswelt zurückzuführen. Das können und wollen wir nicht hinnehmen. Doch während andere europäische Länder wie Frankreich und Spanien begonnen haben, mit gesetzlichen Maßnahmen dagegen anzugehen, legt schwarz-gelb die Hände in den Schoß. Dabei hätte die Bundesregierung allen Grund zu handeln: Deutschland liegt auf einem der letzten Plätze in Europa – nirgendwo sonst sind die Lohnunterschiede größer! Trotzdem sind Angela Merkel und Ursula von der Leyen in keiner Weise aktiv geworden. Wir sagen, es ist höchste Zeit, sich für effektive Maßnahmen zur Lohngerechtigkeit von Frauen und Männern einzusetzen.
Frauen am Arbeitsmarkt
Frauen haben ein Recht auf gleiche Chancen im Erwerbsleben, dennoch arbeiten sie wesentlich häufiger zu Löhnen und in Abeitsverhältnissen, die kein ausreichendes Einkommen bieten. Das Modell des Alleinernährers mit zuverdienender Ehefrau, das diese Tendenz befördert, ist längst nicht mehr zeitgemäß. Frauen wollen beides: eigenständige Sicherung durch Erwerbsarbeit und Familie. Grundvoraussetzung dafür ist eine verlässliche, bezahlbare und qualitativ hochwertige Infrastruktur. Aber auch hoch qualifizierte und allein stehende Frauen sind von Diskriminierungen am Arbeitsplatz und mangelnden Karrierechancen massiv betroffen. Auch in Führungspositionen sind Einkommensunterschiede alltäglich.
Lohndiskriminierung lohnt sich nicht
Niedrige Löhne und veraltete steuerrechtliche Regelungen wie das Ehegattensplitting grenzen Frauen aus dem Erwerbsleben aus und behindern ihre eigenständige Existenzsicherung - mit fatalen Folgen nicht nur für unsere Sozialsysteme. Wir wissen: wenn mehr Frauen existenzsichernd arbeiten, bringt das insgesamt positive Beschäftgungseffekte, z.B. im Dienstleistungsberich mit sich. Dazu bedarf es aber einer gerechten Bezahlung und einer gerechten Arbeitsteilung in allen Bereichen.
Die Wirtschaft in die Pflicht nehmen
Auch die Wirtschaft ist auf das große Potential gut ausgebildeter Frauen angewiesen. Sie kann es sich nicht leisten, auf diese qualifizierten Fachkräfte zu verzichten. Einzelne gute Beispiele reichen aber nicht aus. Freiwillige Maßnahmen sind trotz Zusagen der Wirtschaftsverbände wirkungslos geblieben. Wir brauchen endlich ein Gleichstellungsgesetz für die Privatwirtschaft. Aber auch die Gewerkschaften sind gefordert, bei Tarifabschlüssen auf eine diskriminierungsfreie und transparente Arbeitsbewertung hinzuwirken, damit die verschiedenen Berufsfelder leistungsgerecht bezahlt werden können.
Frauen in Führungspositionen
Der eklatante Frauenmangel in Führungspositionen der Wirtschaft ist nicht nur ein Gerechtigkeitsproblem, sondern auch volkswirtschaftlich unsinnig. Die herrschende Männerdominanz in Führungsetagen ist ein Hindernis für Innovation und Entwicklung. Deshalb fordern wir nach norwegischem Vorbild eine 50 Prozent Quote für jedes Geschlecht in den Aufsichtsräten - für frischen Wind und bessere Kontrolle.
Was wir wollen - Was wir tun:
BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN fordern die eigenständige Existenzsicherung von Frauen. Dafür wollen wir an verschiedenen Stellen ansetzen:
Gleicher Lohn für gleichwertige Arbeit
Frauenspezifische Berufe müssen ihren tatsächlichen Anforderungen entsprechend bezahlt und bewertet werden. Wir streiten für ein Verbandsklagerecht, damit Lohnungleichheit nicht nur durch individuell eingereichte Klagen gerichtlich bekämpft werden kann.
Mindestlohn
Frauen arbeiten häufiger im Niedriglohnbereich und in prekärer Beschäftigung. Diesen Frauen würde ein gesetzlicher Mindestlohn besonders zugute kommen und dazu beitragen, die Lohnschere zu schließen.
Berufswahlverhalten ändern
Wir fordern eine Berufsberatung, die Mädchen und Jungen bereits in der Schule ermutigt, Berufe mit Zukunft und Aufstiegschancen, auch jenseits der klassischen Rollenbilder zu ergreifen.
Frauen auf die Chefsessel
Wir wollen mehr Frauen in Führungspositionen. Auch hier sind flexiblere und moderne Arbeitszeitmodelle gefragt. Wir brauchen mehr Maßnahmen und Qualifizierung, um den Einstieg in den Beruf nach einer Familienphase zu erleichtern. Unternehmen, die Gleichstellung aktiv fördern, sollen bei der Vergabe öffentlicher Aufträge bevorzugt behandelt werden.
Vereinbarkeit von Familie und Beruf
Wir brauchen endlich ein verlässliches Netz an Infrastruktur, um allen Menschen mit Familienpflichten eine Berufstätigkeit zu ermöglichen und sie so in die Lage zu versetzen für ihren Lebensunterhalt selbst aufzukommen.
auch frauen sollen im strasenbau,tunnelbau,bergbau,stahlbau
arbeiten.nicht im büro sondern an der " front".
in hitze und kaelte,hoehe und tiefe.
aber was ich immer lese "fuehrungs positionen".
aber diese forderungen kommen von einer partei deren
mitglieder und fuehrung noch nie mit ihrer haende arbeit
ihren lebensunterhalt verdient haben