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BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN vertreten die Ansicht, dass eine stärkere europäische Koordinierung der Wirtschafts- und Finanzpolitik vonnöten ist, um langfristig gestärkt aus der Krise herauszukommen. Wir wollen bei der Podiumsdiskussion am 14. Juni im Eugen-Gutmann-Haus in Berlin der Frage nachgehen, was konkret zu tun ist, damit Staaten wie Griechenland und die EWU ihre derzeitige Krise überwinden können und wie die Lasten zur Bewältigung der Krise verteilt werden müssen.
Die Europäische Währungsunion steckt in ihrer tiefsten Krise seit Bestehen. Die Finanz- und Wirtschaftskrise 2008 hatte ihre Ursachen in der Liberalisierung und Deregulierung der Finanzmärkte und exzessiven Überschuldung der privaten Haushalte in etlichen Ländern. Mit der Finanzkrise drohte der Zusammenbruch systemrelevanter Banken oder Unternehmen. Die Staaten mussten Banken und Unternehmen retten, milliardenschwere Konjunkturpakete auflegen und ein Wegbrechen der Steuereinnahmen hinnehmen. Auf diese Weise wurde ein erheblicher Teil der privaten Schulden verstaatlicht. Das hat die vorher schon vorhandenen Probleme zu einer gefährlichen Schuldenkrise gemacht, die die gesamte Währungsunion gefährdet.
Der Euro-Rettungsschirm hat die Märkte kurzfristig beruhigt. Er reicht allein aber nicht aus, damit Vertrauen zurückkehrt. Die Vertrauenskrise kann nur durch eine neue Finanzmarktordnung, die Schuldenkrise nur durch einen Abbau von Schulden und eine koordinierte Steuer- und Wirtschaftspolitik gelöst werden.
Begleitet wird die Krise von einer Re-Nationalisierung der öffentlichen Diskurse, bei dem ein Teil der Akteure unmissverständlich für eine Umkehr der Europäischen Integration plädiert.
BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN vertreten die Ansicht, dass im Gegenteil eine stärkere europäische Koordinierung der Wirtschafts- und Finanzpolitik vonnöten ist, um langfristig gestärkt aus der Krise herauszukommen.
Auf der Konferenz wollen wir die Frage diskutieren, was konkret zu tun ist, damit Staaten wie Griechenland und die EWU ihre derzeitige Krise überwinden können und wie die Lasten zur Bewältigung der Krise verteilt werden müssen. Was hat zu der Krise geführt? Wie ist die Lage in Griechenland zu Zeit? Welche Rolle spielt Deutschland? Welche Rolle spielen die Spekulanten? Was können wir von anderen Krisen lernen?
Außerdem wollen wir den Blick auf die grundsätzliche Frage richten, die uns die derzeitige Krise stellt: Wie viel Europa braucht der Euro? Welche institutionellen Strukturen sind notwendig um den Euro zu stabilisieren? Was plant die EU-Kommission?
Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme!
Cem Özdemir Reinhard Bütikofer Gerhard Schick
Podiumsdiskussion veranstaltet von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN
Am 14. Juni 2010 von 14 bis 17 Uhr
In der Rotunde
im Eugen Gutmann-Haus
der Dresdner Bank
Am Pariser Platz 6
10117 Berlin
Ablauf
14 Uhr Begrüßung: Heiner Herkenhoff, Beauftragter des Vorstands der Commerzbank AG, Leiter des Verbindungsbüros Berlin und Brüssel
14:05 Uhr Impuls: Cem Özdemir, Bundesvorsitzender von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN
14:20 Uhr Impuls zur Lage in Griechenland: Konstantinos Botopoulos – Vorstandsmitglied von PASOK, Sozialistische Partei Griechenlands
Panel I: 14:45 Uhr
Gerhard Schick (Moderation) – finanzpolitischer Sprecher der Grünen im Bundestag
Christian Kopf – Finanzanalyst, London
Christiane von Hardenberg - Redaktion: Financial Times Deutschland
Jeromin Zettelmeyer – Director for Policy Studies, European Bank for Reconstruction and Development
Panel II: 16:00 Uhr
Reinhard Bütikofer (Moderation) – stellv. Fraktionsvorsitzender der Grünen im Europaparlament
Till van Treeck – Institut für Makroökonomie und Konjunkturforschung
Daniela Schwarzer – Stiftung Wissenschaft und Politik
Jürgen Kröger - Europäische Kommission
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Es gibt sehr viele umweltschädliche Subventionen und sehr viele Prestige- Projekte, die man problemlos streichen könnte. Dabei bekäme man schätzungsweise 100 Mrd EURO zusammen. Den Hartz IV Empfängern noch was wegzunehmen ist der brutalst mögliche Angriff auf den sozialen Frieden.
Die sinnvollen Einsparungen sollten öffentlich diskutiert werden. Nächste Woche schicke ich euch eine Liste mit Vorschlägen.
Würdet ihr was draus machen ?
Gruß, Anita
Dies ist auf 2 verschiedene Arten zu verstehen.
1.) Wie teuer wird die Rettung ALLER (fast) insolventer Staaten in der Eurozone in einem bestimmten Zeitraum? z.B. in den nächsten 2 Jahren (da kann sich schon der eine oder andere noch zugesellen...).
2.) Verbesserungen hat der Euro schon gebracht, aber hat er auch eine Zukunft??? Ein grenzenloses Europa (in jeglichem Sinne) ist klasse, aber könnte das nicht auch mit nationalen Währungen (weitestgehend) so weiter gehen...
Entweder muss wirklich, wie hier gefordert, die Politik der Eurostaaten VIEL enger zusammenarbeiten ODER
jeder der will kann sich wieder mit seiner Währung selbst helfen...und nicht nur den anderen.