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Wie erklärst Du Opa das Sperrgesetz?

Manche haben immer noch nicht verstanden, was Netzsperren für die Bürgerrechte bedeuten. Wir sammeln hier einfache Vergleiche aus der Alltagswelt

27.07.09
Fröhlicher Opa (© Maren2006/photocase.de)

Viele Menschen verstehen nicht, welche Folgen das Sperrgesetz haben wird: Erklären wir es ihnen!
© Maren2006/photocase.de

Am 18.6.2009 verabschiedete der Bundestag ein Gesetz, mit dessen Hilfe die Verbreitung von Kinderpornographie im Netz erschwert werden soll.

Mehr als 130.000 Menschen hatten zuvor eine Online-Petition gegen das Vorhaben unterschrieben. Ihre Vorbehalte wurden jedoch im Parlament, in einigen Massenmedien und in der breiten Öffentlichkeit kaum gehört.

Wie können wir das Netz erklären?

Warum? Eine mögliche Erklärung ist, dass viele Menschen zu wenig von der Technik des Internets verstehen. Sie durchschauen nicht, welche Folgen das Sperrgesetz in der Zukunft haben kann – für das Netz selbst und unsere Bürgerrechte insgesamt.

Wie aber kann man das Prinzip der DNS-Sperre so erklären, dass auch Oma und Opa es verstehen? Wir suchen nach treffenden und alltagsnahen Vergleichen. Zum Beispiel so:

Stell Dir vor...

Jedes Mal, wenn Du mit der U-Bahn fahren willst, müsstest Du einem fremden Mann sagen, zu welcher Station Du fahren möchtest. Der Mann schaut dann auf eine Liste (deren Inhalt Du nicht kennst) und sagt: „Dahin dürfen Sie nicht, ich werde für unbestimmte Zeit zu meinen Akten nehmen, dass Sie dorthin wollten. Die Papiere bitte.“

Oder einfach so: Stell Dir vor, in einem Telefonbuch reißt jemand Seiten raus. Die Anschlüsse bleiben aber bestehen - das heißt, wer die Nummern kennt, kann sie auch weiterhin erreichen.

Wozu das Ganze?

Die vergangenen Wochen und Monate haben gezeigt, dass wir noch viel erklären und diskutieren müssen – sogar in der eigenen Partei.

Wir wollen mit einfachen, überzeugenden Argumenten gegen die Netzsperren kämpfen – vor und nach der Bundestagswahl.

Schreibt Eure Erklärungen hier in die Kommentare – wir werden die besten  sammeln und in einer Galerie hier auf www.gruene.de zeigen.

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Screenshot des Beitrages von Matthias Güldner auf Welt Online

Das Netz ist nicht bürgerrechtsfrei

Eine Stellungnahme des Bundesvorstandes zum Beitrag des Bremer Abgeordneten Matthias Güldner

Keine Netzsperren

Der Bundesvorstand lehnt das schwarz-rote Sperrgesetz ab. Cem Özdemir erklärt, warum: Sie helfen im Kampf gegen die Kinderpornografie nicht weiter und höhlen unsere Bürgerrechte aus

Malte Spitz, Mitglied des Bundesvorstands von Bündnis 90/Die Grünen

Anmerkungen zum Sperrgesetz

Malte Spitz zur Abstimmung im Bundestag

Löschen statt sperren!

Claudia Roth warnt am Brandenburger Tor vor der Einschränkung der Bürgerrechte durch Internetsperren

02-09-10 19:25
Ich finde es auch falsch, dass man Internetsperren einführt. Doch in diesem Artikel finde ich keine einzige Erläuterung, was die irgendwelche Bürgerrechte damit zu tun haben. Wie wäre es denn mit Ergänzen?
19-07-10 19:08
Warum machen sich die Grünen hier total unglaubwürdig?
Gegen die Sportschützen und Jäger ziehen sie her, mit Hilfe des BdK, einer kleinen (der kleinsten - verglichen mit GdP und DPolG) Polizeigewerkschaft und ihrem Vorsitzenden Jansen.
Dieser gleiche Jansen fordert, dass Computerbenutzer sich erst (bei ihm?) registrieren müssen, bevor sie etwas im Internet kaufen dürfen. Ebenso will er das Recht, auf die Rechner der Bürger zuzugreifen, um dort vermeintliche Malware zu entfernen.
Solche Menschen haben weder das Internet, noch Bürgerrechte noch die Demokratie verstanden. Wer sich mit solchen Polizeistaatsfanatikern gemein macht, verspielt seine Glaubwürdigkeit!
11-04-10 23:43
Ich kann Dennis nur zustimmen. Wo ist das Problem? Löschen oder Sperren? Meiner Meinung nach sind solche Fragen nichts weiter als Ausdruck ideologischer Grabenkämpfe. Sie führen zu nichts. Ich habe nie verstanden warum eine Sperrung als Zensur gebrandmarkt, eine Löschung hingegen als Wundermittel im Kampf gegen Kinderpornographie stilisiert wird. Denn beides kann im engeren Sinne als Zensur betrachtet werden. Wer sagt mir denn, dass Löschgesetze nicht genauso missbraucht werden können wie Sperrgesetze? Zudem unterliegt nicht nur der Sperrung, sonder auch der Löschung solcher Inhalte gravierende Grenzen (Kinderpornographie wird weltweit rechtlich höchst unterschiedlich definiert). In einer globalen Welt muss es heissen: "Löschen VOR Sperren", statt "Löschen STATT Sperren"!
Intellektuell ist diese Debatte wirklich auf unterstem Niveau.

Es geht hier überhaupt nicht darum Verbrechen direkt zu verhindern, sondern ein Zeichen zu setzen. Natürlich können Internetsperren in kürzester Zeit umgangen werden. Ich gehöre auch zur Generation "C-64", und weiss über die Möglichkeiten des Internet sehr wohl bescheid.
Aber es geht hier um mehr. Es geht darum ein Bewusstsein gegen Kinderpornographie zu schaffen, welches so im Netz noch nicht existiert. Meiner Meinung gibt es einige Trittbrettfahrer, die mal ausprobieren wollen wie das ist, Kinderpornos anzuschauen. Diese Leute kokettieren mit dieser Perversion, konsumieren diese Inhalte und bestreiten hinterher dessen "reallen" Gehalt. "Ach das war doch eh nur fake! Und illegal war es ja auch nicht, oder doch?" Auf diese Leute hätte das Sperrgesetz sehr wohl eine deutliche Wirkung. Und wenn es nur 2-5% der Kinderporno- Konsumenten wären. Es wäre ein Gewinn.

Ach ja und noch was. Ich finde es abartig wie hier ältere Menschen dargestellt werden. Das sind keine Kinder, und nicht jeder 80jährige ist geistig senil. Also was soll das?? Es wird doch Zeit auszutreten. Der Bogen ist überspannt.
10-11-09 11:01
Ich bin mit dem System der Grünen nicht einverstanden !
Einfach peinlich seine einen Opa so darzustellen !!!
Ich finde dieses nicht oke , da man sie allgemeiner über das
Speergesetz lehren koennte , wie ´Kinder und BlümchenSex !
Kommentar
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