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Die Teilnehmerinnen des diesjährigen Girls‘ Day haben Gesine Agena, Sprecherin der Grünen Jugend, nach ihrem Weg in die Politik und den nächsten Projekten der Grünen Jugend befragt.
Girls Day-Team: Wie bist Du eigentlich zur Politik gekommen?
Gesine: Ich habe mich schon relativ früh für Politik interessiert und habe mir überlegt, was ich im Leben einmal machen will. Ich wollte unbedingt etwas ändern, vor allem weil ich mit der Bildungspolitik in Niedersachsen unzufrieden war. Da ich über die Schule nichts ändern konnte, habe ich mich mit Freunden zusammengeschlossen und eine Gruppe der Grünen Jugend gegründet. Wir haben angefangen, Aktionen zu starten. Das hat Spaß gemacht, weil ich gemerkt habe, dass man etwas erreichen kann, dass man Leute informieren, motivieren und dass man etwas verändern kann, wenn man nur will. Nach der Schule bin ich dann nach Berlin gegangen und engagiere mich jetzt hier weiter.
GD-Team: Warum bist Du gerade zu den Grünen gegangen?
Gesine: Dafür gab es mehrere gute Gründe: Der eine ist die Bildungspolitik, weil ich überhaupt nicht damit zufrieden war, dass Kinder schon nach der vierten Klasse getrennt und auf unterschiedliche Schulen geschickt werden und damit entschieden wird, ob jemand gut ist oder nicht. Viele merken aber erst später, wie viel Potenzial sie eigentlich haben. Ich bin dafür, dass alle zusammen auf eine Schule gehen. Ein weiterer Grund ist, dass ich auf einem Ökobauernhof aufgewachsen bin und daher schon immer ein Interesse und Verständnis für die Umwelt hatte. Außerdem gab es in Niedersachsen schon immer Castor-Transporte, die ich genauso wie Atomkraftwerke ablehne. Daher sind die Grünen für mich die beste Partei.
GD-Team: Was beschäftigt Euch besonders in letzter Zeit?
Gesine: Wir planen eine Menschenkette gegen Atomkraft, die am 24. April zwischen den AKWs Krümmel und Brunsbüttel stattfindet. Es ist uns wichtig, dass viele Leute auf die Straßen gehen. Aber nicht nur dort, sondern auch bei den Aktionen in Ahaus und Biblis. Ich glaube auch, dass es ein wichtiger Zeitpunkt ist, um auf die Straße zu gehen. Wir sind nicht irgendwelche Ökospinner, sondern finden immer mehr Unterstützer. Außerdem organisieren wir gerade unseren Bundeskongress, der im Mai stattfinden wird. Da wollen wir diskutieren und viele grundsätzliche Fragen stellen.
GD-Team: Was sind Deiner Meinung nach die Alternativen zu Atomkraft?
Gesine: Die drei E‘s – Erneuerbar, Einsparen, Effizienz – sind sehr wichtig. Wir setzen auf Wind- und Sonnenenergie und auf das Einsparen von Energie. Die Bundesregierung hingegen setzt auf Kohle und Atomenergie. Die großen Stromkonzerne machen hohe Gewinne dadurch, deshalb möchte die Grüne Jugend die Energie wieder in die Hand der Bürgerinnen und Bürger geben.”
GD-Team: Wie steht die Grüne Jugend denn zum Bundeswehreinsatz in Afghanistan?
Gesine: Die Grüne Jugend steht dem Einsatz natürlich kritisch gegenüber. Ich glaube, dass man gerade in letzter Zeit sieht, dass kein Mensch mehr wirklich weiß, was in Afghanistan eigentlich passiert. Es gibt überhaupt keine Evaluation des Einsatzes. Ich würde einer Mandatsverlängerung nicht mehr zustimmen. Das, was die Bundeswehr momentan in Afghanistan macht, ist nicht das, was wir wollten. Wir wollen, dass mehr ziviler Aufbau stattfindet, die Polizei vor Ort und die Demokratie gestärkt werden. Das, was die Bundeswehr dort jetzt macht, wird immer mehr zum Kampfeinsatz, bei dem auch immer wieder Menschen sterben.
Das Interview führten Lina Andres (14), Karla Bauer, (13), Lena Graetsch (15), Vera Kaunath (15), Marlene Nolting (14), Marie Qweitzsch (13), Lynn Zimmermann (15)

Vor dem Interview mit Gesine Agena trafen die Teilnehmerinnen des Girls' Days auch Malte Spitz, Mitglied im Bundesvorstand der Grünen.
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Weiterhin fällt mir auf, dass im Rahmen der Frauenpolitik
immer wieder von gleicher Bezahlung gredet und hierbei mit
zweifelhaften Zahlen jongliert wird, Diskussionen über Selbstbestimmungsrechte von muslimischen Frauen innerhalb ihrer eigenen Machokultur und ähnlich gelagerte Themen
von den Grünen eher zögerlich, wenn überhaupt behandelt
werden. Der Grund wird wohl darin liegen, dass dann die "Multikulti-Blumenwiese" wohl infrage gestellt weden muss,
was aber aus ideologischen Gründen vermutlich undenkbar ist. Statt dessen wird eifrig eine Frauenpolitik gefordert, bei der die demokratischen Spielregeln zwangläufig auf der Strecke bleiben.Es sollte jedem Unternehmen/Konzerne/Behörde
freigestellt bleiben die Führungs- und andere Positionen nach Belieben zu besetzen. Oder wird, man mag mir die Übertreibung gönnen (hoffentlich bleibt sie eine), eines Tages noch ein Schwulen und Lesbenanteil zu berücksichten
haben.
ich würde Ihnen vorschlagen, dass Sie jetzt anfangen zu heulen, weil Sie ja als Mann ach so schlimm benachteiligt werden.
Ich tiefster Verbundenheit
Dr. Claire Anlage