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Verkehr

Mobilität muss grün werden. Im Fokus grüner Verkehrspolitik steht die Suche nach Alternativen zum Auto

16.03.09
Grünes Fahrrad

kallejipp/photocase.com

Mobilität ist ein unverzichtbarer Bestandteil unseres Lebens. Doch mit der Art und Weise, wie wir heute verkehren, brausen wir in den Klimacrash. Allein der Straßenverkehr trägt mit 17 Prozent der weltweiten CO2-Emissionen zur globalen Erwärmung bei. Und auch darüber hinaus ist unsere Lebensqualität erheblich beeinträchtigt: Durch Lärm- und Feinstaubbelastung, Flächenverbrauch und jährlich Tausenden von Verkehrsunfällen.

Daher gilt: Mobilität muss grün werden. Im Fokus grüner Verkehrspolitik steht die Suche nach Alternativen zum Auto. Grüne fordern besonders für die Städte attraktiven öffentlichen Nahverkehr und eine ebensolche Rad- und Fußgängerinfrastruktur. Das Kombinieren von Zug und Fahrrad muss zum gelebten Alltag werden. Wir kämpfen für die Einführung eines generellen Tempolimits und stecken uns mit unserer „Vision Zero“ das Ziel, eine Mobilität ohne Verkehrsopfer zu erreichen. Wir wollen wir auch ein integriertes Bahnkonzept statt Bahnprivatisierung, mehr umweltfreundlichen Schienenverkehr statt Streckenstilllegungen, Fahrplankürzungen und Fahrpreiserhöhungen.

Klar ist aber auch: An umweltschonender Automobiltechnik führt kein Weg vorbei. Mit dem "Green Car Concept" legen wir daher unsere Vision eines möglichst klimaneutralen, schadstofffreien und lärmarmen Autos vor, dass keine schweren Unfälle mehr verursacht und in ein integriertes Verkehrssystem eingebettet ist.

Hintergrundinformationen:

Car-Sharing als Beitrag zu einer neuen Mobilitätskultur - Parteitagsbeschluss 2008 (PDF)

Stopp der Bahnprivatisierung - Parteiratsbeschluss 2008 (PDF)

Tempolimit bei 120 km/h - Position der Bundestagsfraktion 2008 (PDF)

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22-06-10 17:12
Hallo Grüne,

ich weiß nicht, ob sie's wussten, aber es gibt in Deutschland auch Millionen Menschen, die nicht stressgeplagt in Ballungszentren vegetieren, sondern einfach auf dem Lande leben, da, wo nicht im Viertelstundentakt Busse und Bahnen fahren.
Die weite Wege zurücklegen, um zum Kunden zu kommen, ohne sich Sorgen um einen Parkplatz machen zu müssen. Und die mit ihrem Auto von der Fahrt in die Stadt abgehalten werden, weil es keine Nachrüstmöglichkeit auf "grün" gibt. Warum? Sind die Grünen eine Partei nur der Städter?
20-06-10 22:51
ich bin absolut gegen ein tempolimit auf deutschen autobahnen. die co2 ersparnis (das hauptargument) ist bei genauerer betrachtung lächerlich.
dicke autos wird es immer geben, da sie immer verlangt werden.
man muss es schaffen auf andere weisen bewegungsenergie bereitzustellen.
25-12-09 11:28
Ich lese hier durchaus gute Vorschläge für Großstädte, wie man Mobilität grüner machen kann.

Aber wie sieht es auf dem Land aus? Dort wo das Potential für ausgelastete Busse nicht besteht und man für Carsharing erst einmal mehrere Kilometer zurück legen muss. Dort wo die Landschaft jetzt auch nicht bretteben ist, das man 20 km mit dem Fahrrad zum Einkaufen fahren kann.

Welche Verkehrspolitik haben die Grünen für diese Gegenden? In diesen Gegenden (ich spreche nicht von Speckgürteln um Großstädte herum, sondern Regionen wie etwa Ostbayern) besitzt man nicht aus Statusgründen Autos, sondern aus der schlichten Notwendigkeit heraus. Welche Alternativen können mir die Grünen da anbieten, das ich auf mein Auto verzichte? Busse die dreimal am Tag fahren und die reine Fahrzeit (ich spreche gar nicht von der Zeit die für die gesamte Erledigung drauf geht) ein vielfaches der Fahrzeit mit dem Auto beträgt, sind keine Alternative.

Sehr schade, das die Grünen sich, nicht nur hier, auf ihre Kernklientel in den Städten stürzen und diesen Alternativen anbieten. Potentielle Wähler die durchaus Naturverbunden sind in ländlichen Regionen dagegen dürfte ein Text wie dieser kaum Ansprechen, sondern eher als Bedrohung aufgefasst werden, das man ihnen das (notwendige) Auto wegnehmen will und sie ohne Alternative zurücklässt.
25-08-09 12:25
Hallo,

ich wohne in unmittelbarer Nähe einer Kreuzung mit Ampelanlage.
Die Lärmbelästigung übersteigt an manchen Tagen das erträgliche
Maß. Die Hauptverursacher sind Motorradfahrer und jüngere männliche
Autofahrer mit PKWs deren Fahrzeuge bewußt darauf getrimmt sind,
einen "sportlichen" Sound hervorzurufen. Selbst wenn man sämtliche
Fenster geschlossen hält erreichen einem die Dröhnungen der
Bassboxen, die durch die dicksten Mauern dringen.
Von einer „Beruhigung des Verkehrslärms“ kann überhaupt keine Rede
sein, denn das genaue Gegénteil ist der Fall!!

Welche Möglichkeiten habe ich als älterer Mensch um mich gegen
diesen Lärm zur Wehr zu setzen, denn letzten Endes ist mir klar,
dass er mir einige Jahre meines Lebens rauben wird?
Oder anders gefragt: Was tun Ihre Partei eigentlich dagegen, dass die
Motoren offenbar immer lauter durch unsere Wohngegenden dröhnen
dürfen? An vielen Wochenenden dröhnen hier die Harleys im Minuten-
takt durch unseren Ort.

MfG
Hans Anderie
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