
Das Aktionsbündnis K21 informiert über die Pläne und organisiert den Protest.
Nach dem Golf von Mexiko nimmt sich BP das Mittelmeer vor. Doch der Protest wirkt!
Britta Petersen über die Situation im Distrikt Nowshera in Pakistans Provinz Khyber Pakhtunkhwa.
Ein Gastbeitrag von Annalena Baerbock und Agnieszka Malczak über Atomwaffen, Atomausstieg und das neue NATO-Konzept.
Renate Künast über Atomausstieg, Steuersenkungen und Google Street View.
Teil 18 der "Grünen Geschichte(n)": Die Frage der militärischen Gewalt.

Das Bildungssystem in Deutschland bedarf einer grundsätzlichen Reform, damit Bildung für alle wieder möglich und qualitativ hochwertig ist. Cem Özdemir sagt, wie es gehen muss

Wer sagt denn, dass ich meine Kenntnisse aus der Ausbildung nicht auch als Parteichef anwenden kann? Manche Konfliktlösungs-Konzepte können im Politikgeschäft sehr nützlich sein.
Überhaupt nicht. Es ist töricht, dass sich der Bund völlig aus der Bildungspolitik und ihrer Finanzierung zurückgezogen hat. Die Konsequenzen werden künftige Generationen ausbaden müssen. Das Thema gehört wieder auf die Tagesordnung. Wir brauchen Berlin nicht nur bei der finanziellen Beteiligung, sondern auch für einheitliche Bildungsabschlüsse.
Gar nicht. Eine Konkurrenz der Methoden ist herzlich willkommen. Aber die Abschlüsse müssen am Ende vergleichbar sein. Familien müssen umziehen können, ohne dass das Kind wieder bei Null anfängt. Der Bund muss beim Ausbau des pädagogischen Angebots helfen können. Meine Befürchtung ist, dass wir uns zu stark auf die Frage der Quantität konzentrieren. Die Qualität droht dabei auf der Strecke zu bleiben.
Noch besser kann das die Schule entscheiden. Wir Grüne wollen die Kultusbürokratie abbauen, damit die Schulen über mehr Autonomie verfügen. Es macht doch Sinn, dass Schulen in Stadtteilen mit benachteiligten Gruppen ein passendes Profil anbieten. Das sollten nicht die Länder entscheiden.
Die Linken propagieren große Schulen für alle, während die Konservativen bei den Eltern und den Lehrenden ansetzen. Wir Grünen wollen diese Debatten verknüpfen und moderne Bildungspolitik vorantreiben. Frühkindliche Bildung, Ganztagesschulen, mehr Männer im Erziehungsbereich, kleinere Klassen, alles das muss gleichzeitig geschehen. Die anderen Parteien picken sich einen Punkt heraus und tun so, als ob es eine isolierte Lösung geben würde.
Ich wäre auch schon mit dem Modell der schwarz-grünen Regierung in Hamburg als Zwischenschritt zufrieden. Die haben als Primarschule gemeinsames Lernen bis zur 6. Klasse. So könnten wir Erfahrungen sammeln und Lehrkräfte wie Kinder an die Umstellung gewöhnen. Wenn das klappt, können wir den nächsten Schritt gehen.
Die deutsche Bildungspolitik ist im OECD-Vergleich unterfinanziert. Unser Vorschlag ist der Bildungs-Soli. Das heißt, die Einnahmen durch den Solidaritätsbeitrag-Ost, die ab 2010 reduziert werden, bis 2019 für Bildungsinvestitionen zu verwenden (mehr Informationen hier, PDF-Datei).
Gleichzeitig Steuern zu senken, ist natürlich nicht möglich. Dann muss man sich entscheiden: Steuern senken für die reichen Freunde von Herrn Westerwelle, oder unser Schulsystem so ausbauen, das alle Kinder unabhängig von sozialem Hintergrund die bestmögliche Ausbildung bekommen.
Wir haben nichts gegen Privatschulen. Wer sein Kind auf eine freie oder religiöse Schule schicken will, sollte das tun können. Wir sagen aber auch, dass die staatlichen Schulen – vor allem in schwierigen Stadtteilen - gut ausgestattet sein müssen, damit Mittelstandsfamilien bleiben und nicht ihre Kinder abziehen.
Und auch ich finde es sehr, sehr deprimierend, dass man sich bemüht ohne Ende, nur noch am Lernen ist und das nicht im geringsten berücksichtigt wird. Und Schüler, denen alles zu fliegt (und die dadurch gute Noten schreiben) aber keinerlei freiwillige Aufgaben übernehmen, die kommen dann auch noch gut weg. Und von der Willkür bei den mündlichen Noten will ich gar nicht erst anfangen.
Zudam heißt es doch im Gesetz, dass jeder Mensch das Recht auf Bildung hat und dass Bildung kostenlos sein soll, oder irre ich mich?
Wer bitte übernimmt die Kosten für das Kopiergeld? Für die unzähligen Bücher in Deutsch, Politik, Spanisch, Französisch, Englisch etc? Die Kosten für die ''freilwillige'' Klassenfahrt und den ganzen schnick-schnack der damit zusammenhängt? Wer bezahlt die 500€ für die Bahnfahrkarte? Niemand. Und jetzt mal ehrlich: Bei einem Kind geht das noch. Bei 2 vllt auch.. aber ich habe 3 Geschwister und mein Bruder studiert ab Herbst.. wie soll das denn bitte funktionieren?
Und nochmal zurück zur Motivation: Diese zahlreichen super vorbereiteten Lehrer, denen die Freude ins Gesischt geschrieben steht, die sind ja mal die Motivation hoch Tausend. Der letzte Satz war ironisch.. bevor hier Missverständnise auftauchen.
Tja.. das wollte ich nur mal alles los werden.. weil es mich fürchterlich aufregt.
Ich hab hier mal einen Vorschlag zu Inhalten:
Hauswirtschaft für alle Schüler! Und hier einfach mal ein paar Gedanken, die ich hiermit verbinde.
• Nicht nur kochen und handarbeiten
• Wichtiges Wissen für das Leben: Einen Haushalt so führen, dass er gesund ist, man nicht insolvent geht
• Versicherungen, Bankgeschäfte, Krankheit und Pflege, Kinder mit allem was dazugehört, z.B. Kosten für Betreuung für Kinder oder alte Menschen
• Gesundheitsvorsorge der einzelnen Familienmitglieder, Gesundheitswesen in Deutschland
• Pflege von Kindern, Kranken und Alten; wie ist die finanzielle Unterstützung geregelt; was kann man selbst machen, wo kann man sich helfen lassen, wo muss man sich helfen lassen
• Patientenverfügung
• Zahnpflege
• Einsatz des Computers im Haushalt, z.B. mit Exel ein eigenes Haushaltsbuch schreiben; der Fernseher und seine Kosten; Rundfunkgebühren, Kosten für Internet und Telefon
• Schulden
• Haushaltshilfen
• Steuer
• Ernährung
• Gesunder Lebensstil
• Rente (auch Erwerbsunfähigkeit); Ansparmöglichkeiten für das Alter
• Sozialversicherungen
• Möglichkeiten der Einflussnahme
• Möglich Wohnformen (Von Sozialwohnung bis zum Eigenheim, Wohnriester und was weiß ich)
• Unterschiedliche Familienformen, -strukturen, Ehe, Scheidung; Erziehungsberechtigung
• Alles über Einkauf und Kaufverträge, z.B. auch Herstellergarantie
• Textilpflege und Putzen (Umweltschutz)
• Energiesparen, Wasser sinnvoll verwenden, Wasserhaushalt
• Schulen
• Sozialstaat – Aufbau von Ansprüchen bzw. was zahlt die Gemeinschaft und warum? Wann braucht ein Haushalt Unterstützung?
Wie kann es z.B. sein, dass ein Schüler nicht in die Schule will, sondern lieber eine Krankheit vorspielt oder schwenzt?
Sollte Schule nicht Spaß machen?
Ich denke Materialien sind schon wichtig für den Unterricht, aber viel eher sollte man etwas an der Schulstruktur ändern.
Ich z.B. bin andauernd am lernen, habe überhaupt keine Freizeit mehr, kann mich nicht mehr mit meinen Freunden treffen etc. stehe unter dauerstress und dafür dass ich immer alles lerne bekomme ich nicht einmal ein Feedback von guten Noten.
Dann komme ich immer nach Hause, bin deprimiert, akkresiv und traurig. Soll mich das etwa motivieren noch mehr zu nlernen? Ich denke wenn das so weiter geht, werde ich bald ganz die Lust am lernen verlieren. dazu müsste es eine alternative geben.
Schule müsste ein Ort sein wo man gerne hingeht und sich nicht wie in einem Alptraum vorkommt.
Ich bin auch nicht die einzige, das steht fest.
Also bitte helft uns!