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Starkes Signal gegen Tierfabriken

Trotz eisigen Schneeregens kamen am Samstagvormittag über 20.000 Menschen zum Berliner Hauptbahnhof, um für gesunde Lebensmittel, gegen Massentierhaltung und Gentechnik zu demonstrieren. Mit dabei waren auch hunderte Grüne. Zeitgleich starten grüne Agrarminister eine Bundesratsinitiative gegen große Tiermastanlagen auf der grünen Wiese.

21.01.12
Grüner Block bei Demo Wir haben es satt

Grüner Block bei Demo Wir haben es satt

V.l.n.r.: Malte Spitz, Ulrike Höfken, Harald Ebner, Johannes Remmel, Bärbel Höhn, Alexander Bonde, Cornelia Behm.

Mehr als 90 Organisationen - Umwelt- und Tierschützer, Imker, Bauern und Entwicklungshelfer - hatten bundesweit zu dem Protest unter dem Motto "Wir haben es satt" gegen die herkömmliche industrielle Landwirtschaft und die Gentechnik-Lobby aufgerufen. Nach Angaben der Veranstalter folgten rund 23.000 Menschen dem Aufruf, begleitetet von Dutzenden Traktoren. Auf ihrer Route zogen die Demonstranten am Nachmittag vom Hauptbahnhof bis vor das Bundeskanzleramt.

An der Demonstration beteiligten sich auch mehrere hundert grüne Parteimitglieder, darunter die grüne Agrarministerin Ulrike Höfken aus Rheinland-Pfalz und ihre männlichen Kollegen Alexander Bonde aus Baden-Württemberg und Johannes Remmel aus Nordrhein-Westfalen. Mit dabei waren auch die Bundestagsabgeordneten Bärbel Höhn, Cornelia Behm und Harald Ebner sowie Bundesvorstandsmitglied Malte Spitz. 

Zuvor hatten die rot-grün regierten Länder Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen eine Bundesratsinitiative angekündigt, die bundesweit große Tiermastanlagen auf der grünen Wiese verhindern soll. Die Zahl der Tiere in solchen Ställen soll stärker begrenzt und den Gemeinden bei der Planung mehr Mitsprache ermöglicht werden. Allein in NRW sind mehr als hundert Großmastanlagen beantragt, in Mecklenburg-Vorpommern entsteht gerade die größte Mastanlage Europas.

"Der Protest ist eine unüberhörbare Aufforderung an die Budesregierung, dem unbegrenzten Wachstum zulasten von Umwelt, Tierschutz und Gesundheit Grenzen zu setzen", sagte Johannes Remmel nach der Demonstration. "Auch die Veröffentlichung der Antibiotikastudien schreien danach: Ändert was!"

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Huhn, Foto: onnola/flickr.com (CC BY-SA 2.0)

Antibiotika in der Hühnerzucht

Strengere Gesetze für die Medikamentenvergabe und die Haltungsbedingungen von Tieren sind dringend notwendig.

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Brigitte Dittrich
27-01-12 15:42
Nur wenn die Bevölkerung allgemein weniger Fleisch konsumiert und gleichzeitig mehr Gemüse, Obst und Getreide aus Bioland oder sonstigem Bioanbau gekauft wird ändert sich in Deutschland etwas. Deshalb erinnere ich an die Macht der VerbraucherInnen.
Miriam
24-01-12 13:36
Ich finde es gut, wenn gegen Massentierhaltung protestiert wird.Obwohl für viele die Tiere nur Nahrung darstellen, ist es dennoch angebracht ihnen ein artgerechtes Leben zu bieten.
christian
23-01-12 15:40
Ich finde den Protest gegen Massentierhaltung notwendig. Hilft es doch vielleicht, das Fleisch teurer wird und der Bürger, der vorher demonstriert nicht hinterher sich drei Stücken Fleisch einhilft, sich wieder auf die Grillzeit freut, wo dannach noch zwei Bratwürste gespeist werden und das wohl jeden Tag. Ich muss nicht nur sagen, was ich will, sondern auch was ich nicht will, sonst ist es zu einfach, bzw. nicht glaubwürdig, auf der Seite der Demonstranten aber auch bei der Politik.
Rene
23-01-12 02:26
Ich finde es sehr bedenklich, Tiere mit Medezin zu Füttern um Sie vor Krankheiten zu Schützen die uns dann Krank machen. Die Tiere haben nur so eine Art Placebo Schutz und das ist nicht ausreichend. Desweiteren Brauchen die Tiere mehr Platz um sich auch entfallten zu können. Das beugt Krankenheit vor da die Tiere sich wohler fühlen und nicht Kränkeln!!!!!!!
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