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Rente

Der demografische Wandel fordert einen Umbau der Rentensysteme, um Menschen im Alter langfrisitg abzusichern. Dafür setzen wir GRÜNE uns ein.

11.08.11
Alte Menschen auf einer Bank, Foto: madochab/photocase.com

Alte Menschen auf einer Bank, Foto: madochab/photocase.com

Unsere Gesellschaft steckt mitten im demografischen Wandel. Immer mehr Menschen werden immer älter, während immer weniger Kinder geboren werden. Dies verlangt einen weiteren Umbau der Rentensysteme, um den Lebensunterhalt der Menschen im Alter verlässlich zu sichern. Wir wollen die Rentenversicherung langfristig zu einer Bürgerversicherung für alle weiterentwickeln, um ihre Finanzierungsgrundlagen zu stärken. Gleichzeitig werden wir ergänzende private Vorsorge in unterschiedlichen Formen weiter fördern. Wir fordern eine garantierte Grundsicherung von mindestens 420 Euro.

Wir brauchen einen neuen Umgang mit dem Alter. Immer mehr Menschen führen bis ins hohe Alter ein aktives Leben. Der Arbeitsmarkt und die Gesellschaft brauchen die Erfahrungen und Qualifikationen der älteren Menschen. Ein Miteinander der Generationen, neue Wohnformen und die notwendige Infrastruktur ermöglichen ein selbstständiges Leben im Alter. Eine familienfreundliche Politik und die Gestaltung der Einwanderung sind weitere wichtige Antworten auf die demografischen Veränderungen.

Einzelne Regionen sind besonders stark vom demografischen Wandel betroffen. Es wird nicht möglich sein, künftig überall das gleiche Angebot an öffentlicher Infrastruktur bereitzustellen. Wir wollen sicherstellen, dass durch innovative dezentrale Lösungen keine Region abgehängt wird.

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Armut, Foto: leralle/flickr.com (CC BY-NC-SA 2.0)

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Matthias
05-09-11 13:04
Sabne hat Recht. Die Riester-Rente ist ein Füllhorn für die privaten Rentenversicherer gewesen. Nichtzuletzt könnte die Nähe von Ex-Kanzler Gerhard Schröder (ehemaliger Ministerpräsident Niedersachsens) zu dem Hannoveraner Finanzdienstleister AWD-Chef Carsten Maschmeyer, auf dessen Finca bereits Bundespräsident Christian Wulff, gebucht natürlich noch als Niedersachsens Ministerpräsident, mit ausschlaggebend gewesen sein, die private Altersvorsorge auszubauen. Es stiegen nicht nur deren Aktienkurse in der Zeit, sondern auch die Risiken der privaten Anbieter, wie die Situation der kapitalgeeckten Aterssicherung in Amerika belegt. Ziel muss es sein, nicht alles über den immer knapper werdenden Faktor Erwerbsarbeit zu finanzieren, sondern alle Einkünfte heranzuziehen (Mieten, Geldgeschäfte, Zinsen etc.) um alle EinwohnerInnen zusätzlich zur allgemeinen ersten Stufe der allgemeinen Arbeitnehmerpflichtversicherung vor Altersarmut zu schützen. Gewinner wären besonders die Frauen, denen oft noch eine eigenständige Alterssicherung fehlt.
Von einer Rente nach Mindesteinkommen wären besonders die Frauen benachteiligt.
sabine
31-08-11 21:31
420 euro grundsicherung = sozialhilfe sind ein witz, besonders für frauen, die haben oft nur halbtags arbeiten können ,und ab 50 haben sie nur noch 400 eurojobs bekommen. Aber natürlich sollen die menschen angst vor altersarmut haben, damit die Versicherungen an privater vorsorge bestens verdienen können. nur schlimm, das viele gar nicht die möglichkeit haben, privat vorsorgen zu können. Es gab mal eine Rente nach mindesteinkommen, die wurde abgeachafft unter Kohl
Philip
13-08-11 09:50
Hallo,

ich befürworte auch einen Umbau der Rentensysteme in Deutschland. Im Moment wird sich nicht um so wichtige strukturelle Probleme in Deutschland gekümmert, welche eine langfristige und positive Wirkung zeigen würden.

Es sollte auch neben dem Alltagsgeschäft der Konfliktbekämpfung, wie z.B. Schuldenkrise möglich sein große Reformen wie ein Umbau des Rentensystems anzugreifen.

Natürlich sind die Rentner eine große Wählergruppe, die viel Einfluß auf Wahlen hat. Dennoch sollten die Grünen den Mut haben etwas im System zu ändern. Die Rentenfinanzierung neu zu gestalten ist ein Hauptthema.
Die aktuelle Finanzierung ist nicht mehr zu tragen!!! Eine Finanzierungsmodell über die Mehrwertsteuer oder andere Steuermodelle müsste her, damit die Bevölkerung die Renten weiterhin bezahlen kann.

Schöne Grüße aus Oldenburg
Ole
16-06-11 08:37
Ich kann mich Christian nur anschließen!
Migration oder garantierte Mindesrenten für JEDEN kann doch das demografische Problem der Sozialversicherung nicht lösen. Am Beispiel der Rente wäre ähnlich der Pflegeversicherung für Kinderlöse ein anderer Beitragssatz erforderlich. Die Grundregel muss sein keine Kinder weniger Rente. Ein sogenannter Generationenvertrag funktioniert nur wenn alle sich daran halten.
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