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Rebecca Harms, die in Kommentaren gern die "Jeanne d'Arc des Wendlands" genannt wird, gehört zu den führenden Politikern aus der Anti-AKW-Bewegung. Niemals aufgeben! ist ihre Parole gegen die Atomlobby. Seit sie 1977 die Bürgerinitiative gegen das atomare Endlager Gorleben mitbegründete, arbeitet sie, wenn es sein muss, auf der Straße, zu weilen vor Gericht und natürlich im Parlament gegen die Atomlobby. Seit ihrer Wahl ins Europäische Parlament ist der rote bzw. grüne Faden ihrer politischen Bemühungen, eine zukunftsfähige europäische Energiepolitik und den Umstieg auf ein klimafreundliches und nachhaltiges Wirtschaftssystem durchzusetzen. Die gelernte Gärtnerin hat nie genug Zeit für ihren Garten. Ihre Rosen aber auch Bücher und Filme liebt sie leidenschaftlich. Wenn sie mal richtig Zeit hat, erkundet sie auf langen Wandertouren die Gebirge Europas. Sie ist unsere Spitzenkandidatin für das Europaparlament.

Rebecca Harms wurde 1956 im Dorf Hambrock bei Uelzen geboren, machte 1974 Abitur und absolvierte eine Ausbildung als Baumschul- und Landschaftsgärtnerin. Sie zog mit Freunden auf einen der leerstehenden Bauernhöfe im Landkreis Lüchow-Dannenberg.
1977 war Rebecca Mitbegründerin der Bürgerinitiative gegen das in ihrer Nachbarschaft geplante, atomare Endlager Gorleben, war viele Jahre im Vorstand der BI, engagiert in der bundesweiten Anti-Atomkraft-Bewegung.
Für sie war und ist die Gorlebenauseinandersetzung ein Angelpunkt ihrer politischen Arbeit. Die jährlichen Castortransporte sind für sie bis heute weiter ein Anlass zum Protest gegen die willkürliche Standortwahl Gorleben.
1984 begann ihre erste Zusammenarbeit mit den Grünen. Rebecca Harms ging als Assistentin von Undine von Blottnitz ins Europäische Parlament.
Nach vier Jahren europäischer Arbeit kehrte Rebecca 1988 ins Wendland zurück. Als Mitglied der Wendländischen Filmkooperative arbeitete sie mit der Filmemacherin Roswitha Ziegler an mehreren Dokumentarfilmen.
1994 kandidierte Rebecca für den niedersächsischen Landtag. 1998 war sie Spitzenkandidatin der Niedersächsischen Grünen und führte die Landtagsfraktion dann bis zu ihrer Kandidatur für das Europaparlament im Jahr 2004. Ebenfalls seit 1998 wirkt Rebecca im Parteirat von Bündnis 90/Die Grünen an der Spitze der Bundespartei mit. In der Europafraktion der Grünen hat sie die Verantwortung für die Atom und Energiepolitik übernommen. Rebecca ist Vizepräsidentin der grünen Fraktion im Europäischen Parlament und Sprecherin der deutschen grünen Europaabgeordneten. Sie arbeitet unter anderem als Mitglied im Ausschuss für Industrie, Forschung und Energie, stellvertretendes Mitglied im Ausschuss für Umweltfragen, Volksgesundheit und Lebensmittelsicherheit und als stellvertretende Vorsitzende im temporären Ausschuss zum Klimawandel.
Im Januar nominierte ein Grüner Bundesparteitag sie nach 2004 erneut mit großer Mehrheit als Spitzenkandidatin für die Europwahl.
Wenn Rebecca nicht in Europa unterwegs ist, wohnt sie mit ihrem Mann im wendländischen Dorf Dickfeitzen.