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BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN wollen den Bürgerinnen und Bürgern mehr Möglichkeiten geben, die Chancen des Internets zu nutzen. "Die Netzpolitik ist das größte Querschnittsthema unserer Zeit." Der BDK-Antrag des Bundesvorstands legt einen besonderen Fokus bei der grünen Netzpolitik auf demokratische Mitbestimmung, Sicherung der Freiheits- und Bürgerrechte und Teilhabe.
Die netzpolitische Debatte wird bereits seit einigen Monaten vorbereitet. Mit dem Antrag stellen die Grünen eine umfangreiche und bis jetzt größte Diskussionsgrundlage zum Thema Netzpolitik vor. Das Interesse an diesem Thema wächst in der Bevölkerung immer stärker.
Die Grünen wollen das Thema Internet und Demokratie verbinden. Das Internet schafft verstärkt die Möglichkeit für Transparenz, auch um Menschenrechtsverletzungen und gesellschaftliche Missstände anzuprangern. Der digitale Wandel könne mit dazu beitragen, demokratische Prozesse weltweit zu etablieren und zu fördern, heißt es in dem Antrag. Gerade die Veränderungen in der arabischen Welt sind dafür ein signifikantes Beispiel.
"Das Internet ist das Mittel der Wahl, wenn es um aktive Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger geht." Demokratische Mitbestimmung und Transparenz von Verwaltungsabläufen können mit diesem Medium extrem gefördert werden. BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN fordern in diesem Zusammenhang ein einheitliches BürgerInneninformationsgesetz: In Zukunft muss begründet werden, warum Verwaltungsdokumente als geheim eingestuft werden und in der Regel müssen alle Informationen veröffentlicht werden.
BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN lehnen den Einsatz von Schnüffelsoftware und das Ausspionieren von Computern ab, und fordern ein Exportverbot für Überwachungstechnik weltweit. Dazu heißt es in dem Antrag: "Das Internet ist nicht grundrechtsfrei! Um dies abzusichern treten wir für einen globalen Kodex zur Sicherung unserer Freiheits- und Bürgerrechte im Internet ein."
Um die Meinungsfreiheit auch in Deutschland zukünftig zu wahren, plädieren die Grünen für die Beibehaltung und rechtliche Absicherung der Netzneutralität und wollen die Förderung des Netzausbaus an eine Verpflichtung der Betreiber zur gleichberechtigten Durchleitung aller Daten durch das Netz binden. "Das Prinzip der Netzneutralität war nicht nur der Garant der bisherigen demokratischen Entwicklung des Internets, sondern ist auch elementar für die Zukunft des Internets", so die Verfasserinnen und Verfasser des Antrags.
Damit das Internet auch in Zukunft für Offenheit, Teilhabe und Mitbestimmung steht, wird die umfassende Modernisierung des Datenschutzes, der Ausbau kostenloser WLAN-Netze und die Beibehaltung der Verwendung von Pseudonymen im Internet gefordert. Dabei darf der ländliche Raum nicht vergessen werden: "In Gebieten, wo der Breitbandausbau noch stockt oder bisher gar nicht vorangekommen ist, müssen die weißen Flecken endlich geschlossen werden. Für den Glasfaserausbau ist eine Förderung wichtig und sinnvoll – nur so können wir die digitale Spaltung unserer Gesellschaft überwinden." Denn: "Unsere Netzpolitik ist sozial inklusiv und auf die Teilhabe aller ausgerichtet."
Dies ist auch Leitbild bei der Debatte um den Zugang zu Wissen und kulturellen Gütern zu stärken und einen Interessensausgleich mit den UrheberInnen und den NutzerInnen zu erzeugen. Es sollen freie Lizenzen wie Creative Commons stärker genutzt und eine Fair Use Regelung etabliert werden, um die Remix Kultur zu fördern.
Auch ökonomisch spielt das Internet mit seinen Möglichkeiten mittlerweile eine zentrale Rolle, die wir mit der Unterstützung einer neuen Gründerkultur aber auch mit einer Debatte über Nachhaltigkeit im IT-Bereich stärker in den Fokus stellen wollen.
Wir freuen uns über Kommentare und Anregungen zu dem Antrag (siehe unten).
BDK-Antrag: Offenheit, Freiheit, Teilhabe - die Chancen des Internets nutzen - den digitalen Wandel grün gestalten! (PDF)
Englische Fassung: Openness, Freedom, Participation – Using the Opportunities of the Internet – Shaping Digital Change with Green Values! (PDF)
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Und wenn man mit seinen Werken kein Geld mehr verdienen kann, macht man lieber was anderes, wird z.B. Politiker. Sobald man eine elektronisch vervielfältigungsfähige Ware schafft, ist man der illegalen Kopie gnadenlos ausgesetzt. Hier erwarte ich gerade von den Grünen mehr Respekt vor der heute bestehenden kulturellen Vielfalt. Also: bitte unbedingt NACHBESSERN!
Man muss auch von seiner Arbeit leben können!
Ihr wollt eine faire Beteiligung erreichen? Dann lasst das Urheberrecht bestehen! Wenn der Schutz meiner Bilder nach 4 oder 5 Jahren endet und sich jeder (auch Verlage) an meinen Bildern bedienen können ohne mich dafür zu bezahlen, dann kann ich von meiner Arbeit nicht mehr leben!!Ich greife mir doch auch nicht das Fahrrad von Herrn Ströbele, nur weil es älter ist als 5 Jahre...
Auch wenn ich jetzt nicht richtig zitiert haben sollte, der Versuch einer eigenen Version. "Es ist schon jeder Schwachsinn ...
Im Wilden Westen musste man den erst erschießen wessen Besitzt man sich aneignen wollte.
Da ich davon ausgehe, dass dem Kreise derer, die den Antrag gestellt haben nicht bekannt war, dass das Sommerloch inzwischen geschlossen war, hoffe ich auf Überarbeitung des Papiers.
Manchmal kommt es mir so vor, als wenn das mit der viel beschworenen Kreativität doch nicht so weit her ist.
Es gibt, wie überall, einige sehr gute und gute Leute, die kreativ sind und damit ihr Geld verdienen und eine große Masse, die sich gerne dranhängen möchte, selbst aber kaum in der Lage ist, eigene Ideen zu entwickeln.
Diese sehen aber ihre Marktchancen schwinden, wenn sie sich selbst nicht als hipp und cool und kreativ darstellen können.
Also bleibt nur das Klauen bei anderen. Ob es nun die Dr-Arbeiten sind oder der alltägliche Bilderklau.
Und dies soll dann noch legalisiert werden und die Urheber sollen nach 5 Jahren für ihre eigenen Werke zahlen. An wen egentlich? An sich selbst oder die viel geschmähten Verwertungsgesellschaften wie Gema und VB Bild/Wort?
Und auch jetzt gibt es schon die Möglichkeit über diverse CC / GNU Lizenmodelle die eigenen Werke frei zu geben.
Warum fragt ihr vor solchen Schnellschüssen nicht mal bei den sachkundigen Verbänden nach? Freelens und Freischreiber wären die richtigen Ansprechpartner um solche Peinlichketen zu vermeiden. Da ist aber bisher nichts angekommen.