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Kunst und Kultur sind gesellschaftlicher Impuls und Lebenselixier. Wir unterstützen eine starke und vielfältige Kulturszene und kämpfen für künstlerische Freiheit auch jenseits des Mainstreams.

Grüne Kulturpolitik will kulturelle Aktivitäten und künstlerische Betätigung für möglichst viele Menschen ermöglichen. Deshalb setzen wir uns dafür ein, öffentliche Kulturräume wie Jugendhäuser, Kinos, Ateliers, Proberäume, Theater und Ausstellungsorte zu erhalten und zu schaffen. Aber auch privatwirtschaftliche Kulturschaffende tragen wesentlich zu kultureller Vielfalt bei. Auswärtige Kulturpolitik wollen wir als wichtiges Instrument der Völkerverständigung stärken und den internationalen Kulturaustausch fördern. In unserer multikulturellen Gesellschaft kommt außerdem der interkulturellen Kulturarbeit eine besondere Bedeutung zu.
Demokratische Beteiligung ist nur in einer offenen Informationsgesellschaft möglich. Deshalb wollen wir eine vielfältige Medienlandschaft, an der alle teilhaben können. Medienpolitik muss dafür die Rahmenbedingungen schaffen und das duale Rundfunksystem mit einem starken, unabhängigen öffentlich-rechtlichen Rundfunk und Bürgermedien dauerhaft sichern. In der digitalen Welt wollen wir Freie Software und Offene Standards fördern und wenden uns gegen die Patentierung von Software.
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ich wollte einfach mal als Kulturschaffender zum Ausdruck bringen, dass mir dieser wenn auch etwas veraltete Artikel zum Thema Kultur durchaus zusagt. Wundere mich jedoch etwas über die Unwissenheit mach eines grünen BaWü Landtagsabgeordneten zur Position seiner eigenen Partei und insbesondere darüber Künstler bei Wahlkampfveranstaltungen nicht zahlen zu wollen. Irgendwie passt das für mich garnicht hoffe jedoch sehr, dass sich die Position von 2009 durchsetzt.
Grüße
Christian Eckert
Initiative Kulturstadt Tübingen
Christoph Hölscher
AL/ Grünen Stadtrat a.D. Galgenbergstrasse 50
72072 Tübingen
Herrn
Oberbürgermeister
Boris Palmer
Am Markt 1
72070 Tübingen Tübingen, 03.November 2010
Offener Brief
Die Zukunft der Tübinger Kultur, oder keine Kürzungen im Kulturbereich
Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister Palmer, lieber Boris,
als Bürger und Initiator der Initiative Kulturstadt Tübingen, wende ich mich persönlich in diesem offenen Brief an Dich.
Ich sehe Dich als verantwortlichen Kulturdezernent der Universitätsstadt Tübingen in der Pflicht, für die Tübinger Kultur nach solchen Lösungen zu suchen, die Einsparungen ausschließen und den Kulturstandort Tübingen auch gegenüber unserer direkten Nachbarstadt Reutlingen langfristig sichern.
Nach Deinem Vaterschaftsurlaub kannst Du Dich jetzt wieder mit vollem Einsatz um die Belange der Stadt Tübingen kümmern.
In Deiner Abwesenheit fand am 06.10. 2010 das Podium zum Thema Kürzungen im Kulturetat statt, in deren Verlauf sich die Kulturamtsleiterin, Frau Rathe bei einer Frage zur kulturellen Grundversorgung in Tübingen deutlich äußerte. Sie erklärte:
Tagblatt Zitat v. 8.10. " Wir sind schon an der Grenze. Ich finde nicht, dass Tübingen Kürzungen in der Kultur verkraftet. 3,4% ( gemeint ist der Kulturetat in Prozenten) sind zu wenig, ich sehe keinen Spielraum mehr." (Zitat Ende)
Meiner Meinung nach geht es längst um mehr, als um den Abbau von Verwaltungsstellen
( Stadtmuseum, - Archiv, -Bücherei, ) , die Kürzungen im Bereich Jazz, der klassischen Musik, die weiterhin offene Frage nach Räumen für Kulturschaffende, oder dem neuen Sudhaussaal. Es geht um die Frage nach der Zukunft der Tübinger Kultur im ganzen.
Um dieses komplexe Thema im bürgerschaftlichen Miteinander zu klären, ist meiner Meinung nach eine breite öffentliche Diskussion unter Einbeziehung der Tübinger Kulturinstitutionen, Kulturschaffenden und Bürgern notwendig.
Mit meinen Fragen an Dich, möchte ich die Diskussion anstoßen :
1. Welche grundlegenden Überlegungen hast Du bezüglich des Kulturstandortes Tübingen
getroffen, wenn man bedenkt, wie sich Reutlingen gerade positioniert und eines Deiner erklärten Ziele es ist, dass in nicht ferner Zukunft 100.000 Bürger hier leben sollen?
2. Ist das Thema Stadt- und Kulturmarketing für Dich ein Thema ?
3. Welche Möglichkeiten siehst Du, generell auf Kürzungen im Kulturetat zu verzichten?
( Beispiel Gemeinderat Stuttgart)
4. Welche Möglichkeiten siehst Du, aber auch der Gemeinderat, wegen der noch fehlenden Kulturkonzeption zum jetzigen Zeitpunkt auf Kürzungen des Kulturetats zu verzichten?
5. Gibt es inhaltliche Überlegungen, den Kulturetat nachhaltig etwa über einen Kultur-Cent zugunsten der Tübinger Kultur finanziell zu sichern ?
Mit freundlichen Grüssen