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Klimaschutz

Die Zeit ist vorbei, in der "Reichtum" mit der Verbrennung fossiler Energienträger verbunden zu sein schien. Wir streiten für eine energieintelligente Kultur und zeigen nicht zuletzt mit dem Erneuerbare-Energien-Gesetz, wie Klimaschutz zum Wachstumsmotor wird.

10.08.11
Grüner Strom, Foto: jarts/photocase

Grüner Strom, Foto: jarts/photocase

Mit dem schrittweisen Ausstieg aus der Atomkraft haben wir Grüne einen historischen Sieg errungen. Wir verfolgen mit voller Kraft das Ziel, die Energieversorgung in Deutschland schrittweise vollständig auf Erneuerbare Energien aus Wind, Wasser, Sonne, Biomasse und Geothermie umzustellen und die Energieeffizienz deutlich zu steigern.

Um die globale Erwärmung auf zwei Grad zu begrenzen, müssen wir bis 2020 die Treibhausgasemissionen in Deutschland um 40 Prozent senken. Dafür soll der Anteil der Erneuerbaren Energien bis 2020 auf über 40 Prozent steigen. 

Die Stromproduktion soll möglichst bereits bis 2030, die Wärmeproduktion bis 2040 komplett auf erneuerbare Energien umgestellt sein. Bis Ende 2010 haben wir durch das von uns im Jahr 2000 durchgesetzte Erneuerbare- Energien-Gesetz (EEG) bereits mehr als 17 Prozent der Stromversorgung durch erneuerbare Energien bereitstellen können.

Das EEG ist zum weltweiten Modell für erfolgreiche Energiepolitik geworden. Auf diese Weise schützen wir das Klima, schaffen Jobs, stärken die regionale Wirtschaft und fördern Handwerk und Mittelstand.

Den Wandel, den wir auf dem Strommarkt eingeleitet haben, wollen wir nun in den Bereich Wärme übertragen. Wir wollen ein Wärmegesetz, das auch im Gebäudebestand die Nutzung Erneuerbarer Energien vorgibt. Die Effizienz der Wärmeversorgung muss gesteigert werden und es darf keine Abwärme aus industriellen Prozessen mehr vergeudet werden. Stattdessen muss Abwärme über den Ausbau der Wärmenetze nutzbar gemacht werden. Die energetische Gebäudesanierung muss weiter gefördert werden.

Den Netzausbau wollen wir durch bessere Bedingungen für Erdkabel erleichtern und beschleunigen. Damit der Wind aus dem Norden und die Sonne aus dem Süden die Haushalte im ganzen Land erreichen, ist es notwendig, unsere Stromnetze zu erneuern und intelligenter zu machen. Mit einem "Masterplan Netzintegration" wollen wir ein intelligentes Stromnetz mit optimaler Integration Erneuerbarer Energien schaffen sowie den Bau eines europaweiten Hochspannungsgleichstromnetzes zum Transport von Strom aus Erneuerbaren Energien voranbringen.

Diese grüne Energierevolution ermöglicht uns nicht nur, aus der Risikotechnik Atomkraft auszusteigen und die Abhängigkeit vom Erdöl zu verringern, sondern macht auch neue Kohlekraftwerke überflüssig. Kohlekraftwerke sind Klimakiller, die mehr als die Hälfte der Energie ungenutzt an ihre Umgebung abgeben und große Mengen von CO2 ausstoßen. Sie sind nicht nur kontraproduktiv, wenn es um die Erreichung der Klimaziele geht, sondern gefährden auch die Gesundheit der Anwohner in ihrer Umgebung. Deshalb lehnen wir den Bau neuer klimaschädlicher Kohlekraftwerke ab. Sie blockieren den Weg zu einer klimafreundlichen und schadstoffarmen Energiepolitik und verhindern den weiteren Ausbau von Erneuerbaren Energien und der effizienten Kraft-Wärme-Kopplung.

Wir treten für ein Tempolimit, Verkehrsvermeidung, eine Verkehrsverlagerung auf die Schiene und sparsamere Autos ein. Wir wollen das Dienstwagenprivileg abschaffen und eine Kaufprämie von 5000 Euro für Elektroautos einführen.

Steuersubventionen für Klimasünder sollen abgebaut werden. Auf den Energiemärkten wollen wir das Oligopol brechen, um innovativen Anbietern faire Marktchancen zu geben. International streben wir eine gerechte Verteilung der Klimaschutzaufgaben und gleiche Emissionsrechte pro Kopf an.

Dabei können wir die Jahrhundertaufgabe des Klimaschutzes nicht allein der Politik überlassen. Die Grünen setzen auf eine starke Bürgerbewegung für den Klimaschutz, die Wirtschaft und Politik zum Handeln antreibt.

In dem Video "Das GRÜNE Energiekonzept jenseits von Uran, Kohle und Öl" erklärt die Bundestagsfraktion das grüne Energiekonzept "Energie 2050".

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Kohlekraftwerk, Bild: Glasseyeview/flickr.com (CC BY-SA 2.0)

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Kohlekraftwerk im Abendrot, Foto: Mikael Miettinen/Flickr.com (CC BY 2.0)

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Bernd
21-09-11 22:05
Lieber Andreas,
sag deinem Metzger doch einfach, dass du die Wurst und das Gehackte ohne Verpackung unter dem Arm tragen willst!
Andreas
20-09-11 19:51
Was wird eigentlich gegen diese überflüssigen Verpachungen gemacht?

Beispiel:
1. Man geht zum Metzger und bekommt Wurst in Papier mit Folie verpackt und dann kommt diese wieder in Papier und danach wieder in Plastiktüte.
2. Ich gehe zum Kaufhof und bekomme zwischen den einzelnen Wurstscheiben Folien und dann einen Tortenboden Pappkartong
der zum Kuchenkaufen seine Verwendung hat und dann wieder Papier mit Folie und dann Papiertüte und an der Kasse Plastiktüte.
Echt krass Leute, denn dieser Müll muss nicht sein.
Der landet dann im Wasser und alles ist gut.
Das Verhalten beim Konsumieren, was eh schon eine neue Weltreligion darstellt, könnte die neue Baustelle der Grünen werden.

Mit freundlichem Gruß
Michael
05-09-11 12:42
Um es vorweg zu nehmen: Ihr seid die Partei meiner Wahl! Aber...
Habt ihr nicht mitbekommen, dass CO2-Ausstoss und Klimaschutz nichts miteinander zu tun haben?
Mittlerweile muss man sich schon blind stellen um nicht zu erkennen, dass die Klimaerwärmung nichts, aber auch garnichts mit dem globalen CO2 Ausstoss zu tun hat.
Ich verweise hier auf einen von vielen Fachartikeln aus Welt online:
http://www.welt.de/print/die_welt/debatte/article13468245/Die-grosse-Luftnummer.html

Es ist jetzt die Zeit, sich vom Dogma CO2-Klimaschutz zu lösen.
Bernd
24-08-11 23:04
Was sind Treibhausgasemissionen?
CO² ist Bestandteil unserer Luft die wir einatmen.
Ohne CO² gibt es kein Leben auf unserer Erde.
CO² ist klimaneutral, aber nicht der Biosprit aus Flächen von abgeholzten Regenwäldern (Wolkenbildung).
Kohlekraftwerke produzieren giftige Stoffe.
Als Ersatz zum CO²-Handel können wir genauso mit Sandkörnen, Stickstoff oder Sauerstoff handeln. Die Zielsetzung ist schlichtweg falsch.
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