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Kampf für Privatsphäre geht weiter

Der Protest kommt bei Facebook langsam an. Weil sich immer mehr Menschen wünschen, die Hoheit über ihre Daten in dem sozialen Netzwerk zu behalten, kündigt Facebook jetzt an, die Nutzer sollen in Zukunft die eigenen Daten besser kontrollieren zu können.

26.05.10

Malte Spitz, Mitglied im Bundesvorstand, sagt: "Dass Facebook reagiert, zeigt, dass der enorme Druck der Nutzerinnen und Nutzer nicht tatenlos an Facebook vorbeigeht. Den Lippenbekenntnissen der letzten Tage müssen nun aber konkrete Taten folgen, ansonsten wird die Glaubwürdigkeit weiter abgebaut. Wir sind gespannt, was Facebook zur Verbesserung des Datenschutes vorstellt."

Facebook-Gründer Marc Zuckerberg müsse das Versprechen geben, den Datenschutz kontinuierlich weiter zu stärken, so Malte Spitz. "Mit dem Festhalten am Opt-Out Prinzip, also der Pflicht zum aktiven Abmelden bzw. Blockieren von bestimmten Informationen durch die Nutzer, blockt Facebook an vielen Stellen besseren Datenschutz ab. Unsere Forderung bleibt klar: Die Umstellung auf Opt-In ist überfällig. Es muss gelten: ,Privacy by Default‘ und nicht nur, wie Zuckerberg sagte, ,Simple by Default‘. Der Spielraum für Verbesserungen wurde bereits positiv genutzt, etwa bei der Möglichkeit, alle Applikationen mit einem Klick zu sperren. Damit haben die Nutzerinnen und Nutzer heute wieder mehr Rechte beim Schutz ihrer Daten. Bei der ungefragten Weitergabe persönlicher Daten an vorgeprüfte Partnerseiten hat sich jedoch nichts verbessert."

Weitere Informationen gibt es auf der Facebook-Seite von "Facebook Privacy Control - Now!". Die Protestgruppe hat mittlerweile über 73.000 Mitglieder.

Wir Grünen wollen, dass man Facebook-Mitglied bleiben kann, ohne die Privatsphäre aufgeben zu müssen. Dabei soll Dir auch unser Facebook-Privatsphären-Einmaleins helfen.

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Schild "Privatgelände", Foto von derpunk/flickr,com (CC BY-NC-SA 2.0)

Privatsphäre auf Facebook

"Facebook Privacy Control - Now!" bündelt den Widerstand gegen die Weitergabe von Daten.

Schützt eure Identität, Foto: gruene.de

Datenschutz als Chance

Facebook steht wegen mangelhaftem Datenschutz wieder in der Kritik. Sollte man jetzt sein Profil löschen? Falk Lüke meint: Datenschutz muss von einem Sozialen Netzwerk nicht als Hindernis sondern als Pluspunkt begriffen werden.

Kommentar

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mkind
12-06-10 10:06
was leider etwas zu kurz kommt in der diskussion, ist die aufklärung über medien wie dem internet. das internet als werkzeug gesehen, ist für den durchschnittlichen internetbenutzer als solches nicht begreifbar. und wie es mit jedem werkzeug ist, gilt es den umgang zu erlernen und seine bedeutung zu verstehen.
da hilft es nicht, über solche sachen wie "sicherheit bei facebook" zu diskutieren. die abhängigkeit der grünen zu dem thema ist nicht bei facebook, sondern beim nutzer zu suchen. denn das thema erübrigt sich nicht, selbst wenn fb seine seite nach den moralischen und gesetzlichen maßstäben anpasst und alle glücklich damit sind. die themen zu abstrahieren, könnte dabei helfen, mehr leute damit zu erreichen! auch jene, die keine fb- oder internetnutzer sind!
Simon
27-05-10 12:37
Ich, persönlich,denke, dass ein ungeschütztes Facebook eine große Gefahr für den einzelnen Menschen darstellen kann. Gewiss, Facebook gibt einem die Möglichkeit weltweit zu kommunizieren, aber wenn man als Preis dafür alle Einträge freigeben muss, dann ist dieser Preis zu hoch. Medien wie Facebook werden, meiner Meinung nach, von der globalen Welt benötigt. Aber sie müssen sicher sein. Persönlich habe ich kein Facebook, weil ich es viel zu riskant finden, aber auch nicht unbedingt brauche.
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