back
next

Gegen die Solarbremser

Grüne Politik fängt vor Ort an, zum Beispiel in Hagen. Bürgerinnen und Bürger wollen Solaranlagen auf öffentlichen Gebäuden bauen – die schwarz-rote Stadtverwaltung mauert. Im Endspurt vor der Kommunalwahl am Sonntag hat Renate Künast den Hagener Grünen gesagt: Hier hilft nur Grün!

24.08.09
  • Auf den vielen Dächern ist Platz. Schnappschuss im Hagener Stadtzentrum

    Sonnenstrom von städtischen Dächern

    Hagen in Nordrhein-Westfalen hat 190.000 Einwohner und viele,viele Dächer. Die Aktiven in den zwei Bürgersolarinitiativen der Stadt interessieren sich besonders für die Flächen auf den öffentlichen Gebäuden: Ämter, Schulen, Turnhallen. Ihre Idee: Solaranlagen, die von vielen Bürgerinnen und Bürgern gemeinsam finanziert werden, sollen Sonnenstrom in das Netz einspeisen.
  • Auch diese Schule wäre eine ideale Fläche - ihr Dach wird den ganzen Tag von der Sonne beschienen

    Genossenschaften für die Kommune

    Dr. Christian Kingreen erklärt den Vorschlag der Solarinitiative so: „Wir gründen eine Genossenschaft, in die alle Anteile einbringen können, zum Beispiel 500 Euro. Mit diesem Geld errichten wir Solaranlagen auf öffentlichen Gebäuden. Die Erlöse werden später anteilig wieder ausgezahlt. Davon haben alle etwas: Die Bürgerinnen und Bürger, die sich über die im Erneuerbare-Energien-Gesetz festgelegten Renditen freuen können. Die Kommunen, die ihren Energiebedarf mit günstigem und selbst erzeugtem Strom decken können. Und natürlich das Klima.
  • Joachim Riechel, grüner OB-Kandidat in Hagen, spricht vor Bürgerinnen und Bürgern

    Verschleppen, beharren, ignorieren

    Doch die Stadtverwaltung unter Schwarz-Rot blockiert die Idee beharrlich: „Alle unsere Solarvereine haben jahrelange Erfahrung mit dem Nichtstun der Behörden“, sagt Joachim Riechel. Er kandidiert als Oberbürgermeister für BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN in der Kommunalwahl am kommenden Sonntag. Das schlimmste, sagt Riechel, seien die von den Beamten vorgebrachten Argumente: „Wir sind noch nicht so weit...“
  • Chance verpasst? Das Fichte-Gymnasium in Hagen

    Tatsachen geschaffen

    Am Fichte-Gymnasium wird gebaut. Und obwohl das Klimateam der Schule bereits mit viel Engagement Geld für eine Solaranlage gesammelt hat, schafft die Stadtverwaltung hier gerade Tatsachen: Die Gebäudedächer werden mit einer Folie saniert, die eine nachträgliche Installation von Solarzellen unmöglich macht. So wird auch das von der Verwaltung vorgebrachte Argument, es gäbe nicht ausreichend sanierte Dächer, unglaubwürdig.
  • Renate Künast ist in Hagen angekommen. Im Vordergrund ein Wahlplakat von Joachim Riechel

    Hilfe aus Berlin

    Darum haben die Hagener Grünen sich um Wahlkampfhilfe aus Berlin beworben: Gegen so eine Stadtverwaltung hilft nur Grün! Am Sonntag trafen Joachim Riechel und Renate Künast gemeinsam auf interessierte Bürgerinnen und Bürger, um ihnen noch einmal den Ernst der Lage zu verdeutlichen: „In Hagen stehen die Zeichen finanziell und ökologisch auf Sturm“, sagte der OB-Kandidat. Renate Künast schlug in ihrem Vortrag den Bogen zu den globalen Problemen: Klimawandel, Finanz- und Hungerkrise.
  • Renate Künast bei ihrem Vortrag

    Grün wächst von unten

    Der Neue Grüne Gesellschaftsvertrag zeigt, wie wir die drei großen Probleme unserer Zeit lösen können, wenn wir sie gemeinsam angehen. Die Bundespolitik kann dafür aber nur die Weichen stellen – umsetzen müssen ihn die Kommunen und deren Bürgerinnen und Bürger. Darum ist Renate Künast hier: Um zu zeigen, dass der Kampf gegen den Klimawandel und die großen Energiekartelle ganz klein beginnt, um in einigen Jahren zur gesellschaftlichen Bewegung zu werden: „Die Zukunft fängt mit Spinnern an.“
  • Karen Haltaufderheide, Joachim Riechel und Renate Künast beim Gruppenbild

    Energieversorgung und Arbeitsplätze sichern

    Die Finanzkrise führt im kommenden Jahr dazu, dass die Steuereinnahmen massiv sinken. Das trifft die Kommunen zuerst und besonders hart. Die Stadt Hagen, die bereits hoch verschuldet ist, wird dann erst recht Konjunkturförderung brauchen. Doch sollte diese nachhaltig sein. Solaranlagen, die die Stadt nichts kosten, ihre Energieversorgung auf Jahre sichern und am Ort Arbeitsplätze schaffen, gehören dazu. Abwrackprämien und Steuersenkungen für Reiche nicht.
Teilen studiVZ meinVZ schülerVZ EmpfehlenVersendenKommentar schreiben
Hier hilft nur grün! Finde Unterstützung für Deine Ideen

Hier hilft nur grün!

Du hast selbst ein Anliegen und willst dafür werben? Trage dein Problem oder deine Idee hier ein. Wenn Du genügend Unterstützerinnen und Unterstützer findest, kommen Renate Künast oder Jürgen Trittin zu dir.

Bärbel Höhn, stellvertretende Vorsitzende der grünen Bundestagsfraktion

"Die Sonne schreibt keine Rechnungen"

Was bringt Desertec? Bärbel Höhn über Chancen und Risiken des Solarprojekts

Slideshow Energie 2.0

Strom ist grün

Drei auf einen Streich: Mit neuer Energie gegen Atomkraft, Kohle und Wirtschaftskrise

Kommentar

Wir freuen uns auf Meinungen zu diesem Artikel. Bitte beachtet unsere Nutzungsbedingungen.
Die Kommentarfunktion dient nicht dazu, direkt mit uns Kontakt aufzunehmen oder Fragen zu stellen. Dafür haben wir ein Kontaktformular.



CAPTCHA Bild zum Spamschutz
Wenn Sie das Wort nicht lesen können, bitte hier klicken.
ausDenzlingen
28-10-10 21:36
Jährlich werden 8 Mrd € für Solarstrom bezahlt, auch von den Hartz4 Empfängern, für wenig Nutzen. Kaum ein Solarpanel hat die Energie erzeugt, die für die Herstellung nötig war. Diese Summe sorgt bei Stuttgart21 für zwei Generationen für bequemeres Reisen.- Ohne Atomstrom können wir die CO2-Debatte völlig vergessen. Und die Radioaktivität in der Asse erreicht kaum das natürliche Niveau von manchen Gesteinen. - Rot-Grün betreibt eine gigantische Fehlinformation der Bevölkerung.
sabine M.
19-09-09 18:48
Ingenieur, vielleicht solltest du dich erst informieren bevor du dumm daher redest? Es gibt SEHR VIELE Ideen wie man das problem der zeitlich begrenzten Sromerzeugung lösen könnte.Beispielsweise könnte man überschüssigen Strom nutzen um Wasser in Wasserkraftwerken hoch zu pumpen,,das man später ablassen kann-um nur eine von den vielen konzepten zu nennen.
wAS in Deutschland noch sehr viel Potenzial hat ist vorallem Biomasse. Wenn man sich die Zahlen anderer länder anschaut, da ist in D noch jede Menge drin!
Und wenn die technologien verbessert werden wird auch Erdwärme kommen!
Übrigens:schaue mal auf die Internetseite der Bundeszentrale für politische Bildung und lade die Energiestatistiken runter, dann wirst du sehen, dass Kernkraft nur noch knapp 30% und nicht 45 ausmacht
Anonym
17-09-09 23:18
Die Solarindustrie wird bei uns auch keine Arbeitsplätze mehr schaffen. China hat den Solarmodulmarkt schon übernommen. Jetzt glaubt jeder wieder anführen zu müssen, dass wir aber führend sind in der Technologie. Ja irgendwann war das wohl mal so, aber deutsche Hersteller schaffen Wirkungsgrade von 15% und die Chinese mit ihren neusten 18%, d.h. die sind mal eben 20% besser!
Ingenieur
17-09-09 23:15
Die dumme Bevölkerung könnt Ihr täuschen, mit euren ausgeluschten immer gleichen Falschaussagen. Wie hoch ist denn euer Wähleranteil bei Ingenieuren? Wer mit Begriffen wie Grundlast, Mittellast und Spitzenlast etwas anfangen kann, merkt schnell, dass die Grüne Stromlüge nicht aufgehen kann.

Grundlast = Strombedarf der rund um die Uhr gebraucht wird
Wind = nicht immer da
Sonne = Nachts nicht da
Anteil Kernernergie Grundlast = 48%
Schlussfolgerung: DA IST EINE LÜCKE!!!
Naziaufmärsche am 13. & 18. Februar in Dresden blockieren!
Stop Acta! Warum wir das Anti-Piraterie-Abkommen ablehnen.
Fukushima mahnt! Großdemos am Jahrestag, 11. März 2012.
Fragen und Antworten zur europäischen Schuldenkrise.
POLENS EINSTIEG IN DIE ATOMKRAFT STOPPEN!
Facebook, was weißt du über mich? Hol dir jetzt deine Daten zurück!
Atomausstieg einfach selber machen: Jetzt Stromanbieter wechseln
30 grüne Jahre = 30 grüne Geschichten
Hilf GRÜN beim Wachsen. Jetzt Mitglied werden!
Unterstütze Grün mit Deiner Spende
20 Dinge, die Du über Atomkraft wissen solltest
Freunde werden? Claudia Roth auf Facebook
Freunde werden? Cem Özdemir bei Facebook.
In welchen sozialen Netzwerken sind die Grünen zu finden?
Bundesvorstand von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN
RSS-Feeds abonnieren
Grüner Shop
Kanal Grün auf Youtube
Deine Daten gehören Dir! Datenschutz ist Bürgerrecht
Die Grünen bei twitter
Immer mit dabei - Meine Kampagne auf twitter