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Außen-, Friedens-, und Sicherheitspolitik

Die Maßstäbe grüner Außenpolitik sind Gewaltfreiheit und der Schutz der Menschenrechte. Sie haben sich aus der Tradition der Friedensbewegung, der Nord-Süd-Solidarität und der Menschenrechtsbewegung entwickelt.

15.06.11
Verknoteter Revolver von Carl Fredrik Reuterswärd vor dem UN-Gebäude in New York, Foto: Michael Jessen/flickr.com (CC BY-NC 2.0)

Verknoteter Revolver von Carl Fredrik Reuterswärd vor dem UN-Gebäude in New York, Foto: Michael Jessen/flickr.com (CC BY-NC 2.0)

Wir vertreten ein Konzept der erweiterten Außen- und Sicherheitspolitik, das Schwerpunkte setzt auf zivile Konfliktprävention und -bearbeitung, nachhaltige Entwicklung, den Erhalt der Umwelt und den Dialog der Religionen und Kulturen.

Zerfallende staatliche Strukturen, internationaler Terrorismus, Ressourcenknappheit und die Verbreitung von Massenvernichtungswaffen sind die größten Bedrohungen der kollektiven Sicherheit. Um diesen Risiken und Problemen zu begegnen, setzen wir auf eine Stärkung des Multilateralismus und der internationalen Organisationen, bei denen den Vereinten Nationen eine zentrale Rolle zukommt. Wirksamkeit und Handlungsfähigkeit der UN sind eingeschränkt. Insbesondere der Sicherheitsrat repräsentiert nicht mehr die Realitäten des 21. Jahrhunderts und muss dringend reformiert werden. Notwendige Entscheidungen werden häufig durch das Vetorecht der ständigen Mitglieder gelähmt oder verzerrt.

Präventivkriege und kulturelle Konfrontation sind falsch und kontraproduktiv. Aufrüstung bringt nicht mehr Sicherheit, sondern fördert Unfrieden und Gewalt, zudem verschlingt sie Ressourcen, die in der Entwicklungspolitik sinnvoll und nachhaltig angelegt werden können.

Das Völkerrecht und die Charta der Vereinten Nationen sind die Handlungsbasis grüner Außenpolitik. Verantwortliches Regierungshandeln ist an die Bewahrung der Menschenrechte, an Demokratie und Rechtsstaatlichkeit geknüpft. Einen Menschenrechtsrabatt darf es nicht geben – auch nicht im Anti-Terror-Kampf.

Wir unterstützen die Entwicklung einer gemeinsamen Außen- und Sicherheitspolitik der Europäischen Union. Neben der Umsetzung des Lissaboner Vertrags und der vertieften Integration bleiben die Erweiterung und die Nachbarschaftspolitik der Europäischen Union Schwerpunkte grüner Außenpolitik. Wir wollen einzelne europäische Länder nicht von vornherein von einem Beitritt zur EU auszuschließen und setzen auf Augenmaß, dauerhaftes Engagement und die richtige Geschwindigkeit.

Die internationale Politik steht vor wachsenden Herausforderungen. Kein Staat kann sie im Alleingang bewältigen. Deutschland, als eines der wirtschaftlich stärksten Länder der Welt, hat erheblichen Einfluss auf die internationale Entscheidungsfindung und trägt deshalb eine große Mitverantwortung für die Lösung regionaler und globaler Probleme. Globalisierung und Klimawandel, Ressourcenknappheit und Armut, Terrorismus und organisierte Kriminalität wirken über die Staatsgrenzen hinweg und kennen keine nationale Souveränität. Auch in Deutschland gibt es immer wieder Versuche, sich abzuschotten und vermeintlich "nationale" Interessen einem gemeinsamen Handeln vorzuziehen. Solchen Ansätzen werden wir entschieden entgegentreten.

 

Hintergrundinformationen als PDF:

Politik gegenüber Iran - Parteitagsbeschluss 2010

Grundlinien Grüner Nahostpolitik – Für einen dauerhaften und gerechten
Frieden zwischen Israel und Palästina - Parteitagsbeschluss 2010

Verfolgung von Verbrechen in Ruanda - Parteitagsbeschluss 2010

Frauen, Frieden, Sicherheit – zehn Jahre nach der UN Resolution 1325 ist
es höchste Zeit für einen nationalen Aktionsplan - Parteitagsbeschluss 2010

Keine „Normalisierung“ militärischer Gewalt! - Parteitagsbeschluss 2010

Demokratiebewegung in Äthiopien unterstützen - Parteitagsbeschluss 2010

Demokratie in Honduras wiederherstellen - Parteitagsbeschluss 2009

Humanitäre Katastrophe in Sir Lanka verhindern - Parteitagsbeschluss 2009

Für eine verantwortliche Afghanistanpolitik:
Zivilen Aufbau ausbauen – afghanische Eigenverantwortung
stärken – militärischen Abzug einleiten - Parteitagsbeschluss 2009

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Pace Fahne, Foto: LookingGlass/flickr.com (CC BY-SA 2.0)

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Friedenstaube, Foto: gali367/flickr.com (CC BY-NC 2.0)

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tina
23-06-11 16:44
Wenn ich diesen Artikel lese würde mich schon interessieren wie ihr den Bombenkrieg der Nato gegen Libyen noch rechtfertigen wollt.
Ich wünsche mir von euch eine klare Stellungnahme. Ihr könnt doch nicht immer noch dahinterstehen was Claudia vor 2 Monaten von sich gegben hat.
Es gibt doch inzwischen genügend Beweise für die Brutalität der " Rebellen" und nach wie vor keine für Übergriffe von Gaddafi - Soldaten.
Informiert ihr Euch nicht!? Oder seid ihr inzwischen auch nur noch reine Machtpolitiker?
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