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Familie

"Wir haben die Erde von unseren Kindern nur geborgt." Dieser Leitsatz hat für uns nach wie vor Bestand. Kinder und Familien stehen im Mittelpunkt grüner Politik.

08.08.11
Vielfalt, Foto: mediasnacks/flickr.com (CC BY-NC 2.0)

Vielfalt, Foto: mediasnacks/flickr.com (CC BY-NC 2.0)

Familie ist für uns da, wo Kinder sind – egal ob in klassischer Ehe, Ein-Eltern-Familie, unverheiratete oder gleichgeschlechtliche Partnerschaft. Kinder und Familien stehen im Mittelpunkt unserer Politik. Wir haben das Recht auf gewaltfreie Erziehung gesetzlich verankert und mit dem Ganztagsschulprogramm sowie dem Gesetz zum Ausbau der Kinderbetreuung die Vereinbarkeit verbessert.

Alle Kinder haben ein Recht auf kindgerechte Verhältnisse: Freiräume zum Toben, gesunde Ernährung, gute Bildung, bestmögliche Förderung und gleiche Chancen. Für ein gutes Leben mit Kindern brauchen Eltern flexible Arbeitszeiten, mehr Teilzeitstellen, gute und flächendeckende Kinderbetreuung, hochwertige Beratungs- und Unterstützungsangebote.

Wir wollen Kinderrechte im Grundgesetz verankern, einen Rechtsanspruch auf beitragsfreie Betreuung ab dem 1. Lebensjahr durchsetzen und mit einer Kindergrundsicherung die Kinderarmut bekämpfen. Jugendliche sollen ab 16 Jahren wählen dürfen, damit ihre Mitbestimmungsmöglichkeiten verbessert werden.

Wir wollen, dass die Chancen eines Menschen nicht durch seine Geschlechtszugehörigkeit eingeschränkt werden, sondern dass Frauen und Männern alle Wege gleichermaßen offen stehen. Das wäre echte Gleichberechtigung.

Gleichberechtigung bedeutet konkret:

  • Wir stehen für Lohngleichheit von Mann und Frau.
  • Wir sind für Frauenquoten in Aufsichtsräten und wollen ein Gleichstellungsgesetz für die Privatwirtschaft, damit die gut bezahlten Stellen nicht von Männerhand zu Männerhand gereicht werden.
  • Flächendeckende Mindestlöhne werden dafür sorgen, dass viele Frauen finanziell besser dastehen als bisher, denn sie stellen im Niedriglohnbereich zwei Drittel der Beschäftigten.

Ebenso wichtig ist die Abschaffung des Ehegattensplittings. Denn es bringt viele Frauen dazu, die schlechter bezahlten Jobs in Teilzeit anzunehmen, was wiederum dazu führt, dass ihre finanzielle Absicherung besonders im Alter nicht gewährleistet ist. Wir wollen zudem verhindern, dass erwerbslose Frauen vom Geldbeutel ihres Mannes abhängig sind. Deshalb wollen wir die Anrechnung des Partnereinkommens beim Arbeitslosengeld II abschaffen.

Ein Ausbau der Kinderbetreuungsplätze orientiert sich am Leitbild einer partnerschaftlichen Arbeitsteilung - wie sie sich eben viele jüngere Elternpaare wünschen. Eine Geldprämie wie das Betreuungsgeld fällt dahinter wieder zurück. Wir lehnen das Betreuungsgeld entschieden ab, weil es als "Herdprämie" den Wiedereinstieg in den Beruf erschwert und Kinder von frühkindlicher Förderung fernhält.

 

Hintergrundinformationen als PDF: 

Frühe Hilfen für Eltern ausbauen - Kindervernachlässigung vorbeugen - Parteitagsbeschluss 2008

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Armut, Foto: leralle/flickr.com (CC BY-NC-SA 2.0)

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Iris
04-12-11 13:47
Frauenquoten? Naja, wer eingestellt wird, sollte doch eigentlich vom Chef entschieden werden.

Beitragsfreie Betreuung für Kinder ab 1 Jahr, generell nicht verkehrt, aber langfristig gesehen gefährlich was die persönliche Entfaltung der Eltern angeht. Arbeitslose könnten so, unter Androhung von Sanktionen, gezwungen werden ihre KLEINEN Kinder in fremde Hände zu geben! Schließlich wäre freie Zeit ja durch die gewährleistete Betreuung da.
Kinder haben auch das Recht auf Familie und das schließt eine Förderung nicht immer aus, denn es gibt in Deutschland nicht nur bildungsferne Eltern!

Außerdem: Hat sich jemand mal darüber Gedanken gemacht, wie der Alltag aussieht wenn das Kind krank ist? Man hat zwar seine 20 Tage pro Kind im Jahr, aber seien wir doch mal ehrlich, die müssen nicht immer ausreichen.

(Kleine Geschichte am Rande: Mein Sohn (Schulkind) war zweimal krank (insgesamt 3 Fehltage), dann wurde ich wegen Magen-Darm krank (2 Fehltage). Ich bekam noch am gleichen Tag den Anruf, ich solle doch baldmöglichst bei meiner Vorgesetzen vorsprechen. In dem darauf folgenden Gespräch musste ich mich rechtfertigen, ob ich denn nicht jemand anderen hätte, der der MEIN krankes Kind pflegen könnte, da die Fehltage doch sehr aufgefallen seien.)

Was bringt einer Mutter ein Job, der Geld bringt, Spass macht, von der Arbeitszeit top ist, aber der für den Arbeitgeber noch vor dem Kind kommen soll? Da fallen dann schneller Sätze wie :"Ich weiss, dass Du Bauchweh hast, aber Du gehst trotzdem erstmal in die Schule..."

Eine Unterstützung für die Mütter, die sich um Ihr Kinder kümmern wollen, ist ein MUSS! Wenn man schief angesehen wird, wenn man seine Kinder selber pflegen möchte, das Kind seine Mutter braucht oder man niemand anderen damit betrauen kann, sind wir in einer herzlosen Gesellschaft!...oder wollen wir unseren Kindern nicht mehr vermitteln, dass sie das Wichtigste in unserem Leben sind?
Carsten Krafft
05-02-10 00:02
Liebe Nachbarn!

"Wir haben das Recht auf gewaltfreie Erziehung gesetzlich verankert und mit dem Ganztagsschulprogramm sowie dem Gesetz zum Ausbau der Kinderbetreuung die Vereinbarkeit verbessert."

Bedeutet das, dass nur mit Ganztagsschulen Gewaltfreiheit gewährleistet wird und je länger ein Kind im Kreise der Familie verbringt die Wahrscheinlichkeit wächst, dass es wachsender Gewalt ausgesetzt ist? Also, wenn ich nicht zu Hause bin kann Papa mich auch nicht schlagen? Mit anderen Worten, Kindern die bei Ihrer Geburt von den Eltern getrennt werden erfahren am wenigsten häusliche Gewalt?

Diese Gedankengänge können ausgelöst werden, wenn gewaltfrei Erziehung und Ganztagsschulprogramm in einem Atemzug genannt werden - da denkt man sich zusammen, was nicht zusammen gehört..........

Vielleicht bedarf Ihre Formulierung eine kleine Überarbeitung.

Beste Grüße

Harald Linsenmeier + Carsten Krafft
**********
04-12-09 14:31
Kein Kommentar zum Urteil des Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) zur Stärkung der Rechte unverheirateter Väter??? Ein Grüner Stndpunkt hätte mich schon interessiert!
*********
14-09-09 17:57
Ich möchte mich bitte für die vielen Rechtschreib und Grammatik Fehler entschuldigen
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