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Drogenpolitik

Prävention steht im Mittelpunkt grüner Drogenpolitik. Wir sind für eine Entkriminalisierung der Konsumenten und verbesserte Hilfs- und Therapieangebote.

29.07.11

Grüne Drogenpolitik besteht aus Prävention, Hilfe und Entkriminalisierung. Foto: floresyplantas.net/Flickr.com (CC BY-NC-SA 2.0)

Wir wollen eine rationale Drogenpolitik, die auf den Dreiklang aus Prävention, Hilfe und Entkriminalisierung setzt. Ein an der Freiheit seiner Bürgerinnen und Bürger orientierter Staat darf in deren Rechte nur eingreifen, wenn es zum Schutz der Grundrechte Dritter erforderlich und verhältnismäßig ist.

Drogenpolitik muss zugleich der Entstehung von Abhängigkeiten und gesundheitlichen Schäden durch Prävention begegnen, Kinder- und Jugendliche schützen und Schwerstabhängigen helfen. Die Politik der Kriminalisierung von Konsumentinnen und Konsumenten führt in die Sackgasse. Schwerstabhängige brauchen Hilfe, keine Strafverfolgung.

Wir wollen die Therapie- und Hilfeangebote verbessern. Nur ein abgestimmtes Hilfe- und Beratungssystem – kombiniert mit präventiven Programmen – kann helfen, Abhängigkeiten langfristig erfolgreich zu verhindern.

In eine verantwortliche Drogenpolitik müssen alle legalen Drogen wie zum Beispiel Alkohol und Tabak sowie die illegalen Drogen und die nicht-stoffgebundenen Süchte wie Glücksspiel gleichermaßen einbezogen werden. Der Jugendschutz muss in allen Bereichen, auch in der Werbung, konsequent durchgesetzt werden.

So vielfältig die Motive für Drogenkonsum sind, so unterschiedlich ist der Hilfebedarf für diejenigen Drogenkonsumentinnen und Drogenkonsumenten, die nicht mehr selbstbestimmt über ihren Drogenkonsum entscheiden können. Dazu gehören die medizinisch kontrollierte Abgabe von Diamorphin (Heroin), Substitutionstherapien und Abstinenzangebote ebenso wie bedarfsgerechte psychosoziale Betreuungsangebote und Maßnahmen zur Schadensminderung wie Spritzentauschprogramme, Einrichtung von Drogenkonsumräumen und die Ermöglichung von Substanzanalysen (Drug-Checking-Programme).

Bei weichen Drogen wie Cannabis wollen wir unter Berücksichtigung des Jugendschutzes eine legale Abgabeform über lizenzierte Fachgeschäfte ermöglichen, weitere Erleichterungen für die medizinische Verwendung von Cannabis sowie vernünftige Regelungen und Grenzwerte im Bereich Cannabis und Straßenverkehr durchsetzen.

 

Hintergrundinformationen als PDF:

Cannabis als Medizin ermöglichen - Parteitagsbeschluss 2010

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Armut, Foto: leralle/flickr.com (CC BY-NC-SA 2.0)

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Andreas
07-02-12 22:54
In Deutschland sollten wirklich alle Drogen legalisiert werden. Ob LSD, DMT, Psilocybinhaltige Pilze, Haschisch... diese Drogen wirken bewusstseinserweiternd und sind nicht im entferntesten so schädlich wie legale Drogen (zbs. Alkohol). Durch Alkohol passieren um einiges mehr Unfälle / Todesfälle als bei anderen Drogen und ist legal? LSD, 1 Todesfall, gleich verbieten? Nur weil 1 Mensch, der die Rechte hat es zu verbieten, keine Ahnung davon hat wie es wirkt? Wie es dem Menschen die Möglichkeit gibt die Natur zu verstehen? Alkohol kann versteuert werden und der Staat verdient daran sein Geld. An Menschen die sich durch Alkohol dumm saufen verdient der Staat mehr Geld als an Menschen die ihr Bewusstsein durch (zbs. Pilze) erweitern.
Ich würde mich nicht wundern wenn in 5-10 Jahren die Menschen keine Arbeit / Familie / Geld mehr haben weil sie sich damit so viele Probleme (zbs. durch Sucht, Aggressivität, abgestorbener Gehirnzellen) getrunken haben.
Unterstützt die Natur und ihre Eingeborenen!
Ina Drewes
31-01-12 11:38
Wer im Saarland grün wählt, verbietet die elektrische Zigarette auch dort.
Das was die Frau Barbara Steffens in NRW veranstaltet, ist natürlich auch im Saarland möglich. Die Grünen werben auf ihrer Hompage, dass Sie keine Kriminalisierung der weichen Drogen (Cannabis, Marihuana,...) verfolgen.
Wörtlich: "...Die Politik der Kriminalisierung von Konsumentinnen und Konsumenten führt in die Sackgasse. Schwerstabhängige brauchen Hilfe, keine Strafverfolgung...."

Die Raucher haben endlich eine weniger schädliche Alternative (die eziggy) gefunden, aber die Grünen verkaufen die Bürger für dumm und versuchen mit Verboten die Konsumenten wie auch die Händler zu kriminalisieren. Ist das ein grünes Programm in eine fortschrittliche Zukunft? Nein das ist der Wolf im Schafpelz. Pfui . Cannabis JA eziggy NEIN, wie schief sind die denn? Grün ist keine Alternative mehr!
Micha
26-01-12 13:11
Die Grünen werden Cannabis genauso legalisieren, wie sie 1998-2005 ihre Parole "Nie wieder Krieg" umgesetzt, den Austritt aus der NATO durchgesetzt, den Spitzensteuersatz erhöht und die Bedingungen für Arbeitslose und wirtschaftlich Schwache verbessert haben... oh, haben sie nicht. Ach verdammt...
Andreas Klaus
25-01-12 23:53
Ich lese Hier:
"...Prävention, Hilfe und Entkriminalisierung.
Ein an der Freiheit seiner Bürgerinnen und Bürger orientierter Staat darf in deren Rechte nur eingreifen, wenn es zum Schutz der Grundrechte Dritter erforderlich und verhältnismäßig ist...
...Die Politik der Kriminalisierung von Konsumentinnen und Konsumenten führt in die Sackgasse. Schwerst abhängige brauchen Hilfe, keine Strafverfolgung."

Nennt Ihr das, was Frau Barbara Steffens in NRW (hier findet Strafverfolgung statt: 40 Mill. Raucher, 2 Mill. Dampfer) treibt entkriminalisierend? Die elektrische Zigarette ist eine sehr saubere Substitution der Tabak Zigarette. Habt Ihr denn noch nicht kapiert, dass die Facebook-Generation, Euch sehr schnell begraben kann? Werft lieber Eure Lackschuhe weg und zieht wieder die Turnschuhe an. Diesen Artikel (Wahlkampf tröten) hier nimmt Euch keiner ab. Nach 30 Jahren ist wohl der Dampf raus.
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