
Belastet die Solarförderung die Stromkunden zu stark? Ein Interview mit Hans-Josef Fell.
20 Prozent der Stromversorgung werden mit Erneuerbaren abgedeckt.
Zum Jahrestag der Befreiung von Auschwitz gedenken wir der Opfer des Nationalsozialismus.
Für die Haltungsbedingungen von Tieren sind strengere Gesetze dringend notwendig.
Ob und wieweit der neuerliche Solarboom die EEG-Umlage in die Höhe treibt, ist fraglich.
GRÜNE wollen 2012 weiter wachsen und die FDP hinter sich lassen.
Unterstütze den demokratischen Protest in Syrien mit Deiner Unterschrift!
Konstantin von Notz im Interview über Urheberrecht, Datenschutz und grüne Netzpolitik.
Grüne und SPD legen zusammen ein Thesenpapier zur Eurokrise vor.
100 einfache Tricks mit denen Du im Alltag CO2 sparen kannst
Die Finanztransaktionssteuer könnte für mehr Gerechtigkeit sorgen. So funktioniert sie.

Wann sind eigentlich die GRÜNEN entstanden? Und weshalb gibt es eine Frauenquote? Die wichtigsten Fragen an BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN werden hier beantwortet?
BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN sind eine junge Partei. Unsere Wurzeln liegen in der Umwelt-, der Friedens-, der Anti-Atom- und der Frauenbewegung der 1970er Jahre, die man zusammenfassend auch Neue Soziale Bewegungen nennt. Es ist uns gelungen, wovon jede Jugend träumt: Die erstarrte Gesellschaft, die wir vorfanden in Bewegung zu bringen. Wir haben von Anfang an Politik mit Blick auf zukünftige Generationen gemacht. Am 16./17. März 1979 gründeten rund 500 Delegierte aus verschiedenen Initiativen anlässlich der Europawahl das Listenbündnis DIE GRÜNEN, das als „Sonstige politische Vereinigung (SPV)“ zur Wahl antrat. Die Bundespartei DIE GRÜNEN wurde am 12./13. Januar 1980 in Karlsruhe gegründet. Nach der Wende, 1993 haben sich die im Bündnis 90 zusammengeschlossenen Bürgerrechtsbewegungen der ehemaligen DDR und die westdeutschen GRÜNEN zur jetzigen Partei BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN vereinigt.
Grüne Chronik
Grundkonsens von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN
BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN sind keine zentralistische Partei in der von oben vorgeschrieben wird, was an der Basis zu tun ist. Vielmehr haben die Landes-, Kreis- und Ortsverbände einen großen Gestaltungsspielraum für ihre Politik – sie haben sogenannte Programm-, Satzungs-, Finanz- und Personalautonomie. Wir meinen, Parteien können nur dann glaubwürdig für eine demokratische Politik eintreten, wenn auch ihre Strukturen und Entscheidungsprozesse transparent und demokratisch sind. So sind wir z.B. die einzige Partei bei der konsequent die Kreisverbände ganz direkt Delegierte in unser höchstes Entscheidungsgremium, die Bundesdelegiertenkonferenz (BDK), entsenden. Organisiert sind wir in 16 Landesverbänden, 450 Kreisverbänden und 1700 Ortverbänden.
BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN sind die erste Partei in Deutschland, die auf die Quote gesetzt hat. Dass bei uns Frauen erfolgreich in der ersten Reihe Politik machen, verdanken wir nicht zuletzt dieser Tatsache. Im grünen Frauenstatut ist festgelegt, dass mindestens die Hälfte aller Ämter und Mandate Frauen zusteht. Bei Wahlen zu Vorständen oder bei der Aufstellung von Listen für Parlamentswahlen werden deshalb die ungerade Plätze von Frauen besetzt - der erste Platz ist also immer einer Frau vorbehalten. Auf diese Weise sind 35 von 68 grünen Bundestagsabgeordneten Frauen, 7 der 14 Europaabgeordneten und 3 der 6 Mitglieder des Bundesvorstandes. Das wirkt sich auch auf unsere Politik aus: Chancengerechtigkeit für Frauen und Männer ist eine unserer zentralen politischen Forderungen und da gibt es noch viel zu tun. Wir wollen Rahmenbedingungen dafür schaffen, dass Frauen im Berufsleben gleiche Chancen haben, und auch dafür, dass im Alltagsleben Berufs- und Familienarbeit gerecht zwischen Frauen und Männern aufgeteilt werden kann.
Vom Grundgedanken her soll die Trennung von Amt und Mandat verhindern, dass sich zuviel Macht auf eine Person konzentriert - wenn dieselbe Person z.B. zugleich ein Parteiamt, ein Abgeordnetenmandat oder gar ein Regierungsamt inne hat. Solche Befürchtungen waren vor allem in der Gründungszeit der Partei vorherrschend. Seit 1980 hat sich unsere Position weiterentwickelt und es ist auch die Trennung von Amt und Mandat modifiziert worden. So entschied eine Urabstimmung unter allen grünen Mitgliedern im Jahr 2003, dass künftig ein Drittel der Mitglieder des Bundesvorstandes zugleich auch ein einfaches Abgeordnetenmandat haben darf. Ausgeschlossen bleibt jedoch auch in Zukunft, dass man gleichzeitig Mitglied im Bundesvorstand von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und Fraktionsvorsitzende/r sein kann oder ein Regierungsamt bekleiden darf.
Satzung von Bündnis 90/Die Grünen
BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN haben seit der Bundestagswahl 2002 bei nahzu allen Wahlen auf Europa-, Bundes-, Landesebene oder bei Kommunalwahlen zulegen können. Der Wandel gelang vor allem durch die Verabschiedung des neuen Grundsatzprogramms „Die Zukunft ist grün“ im März 2002 in Berlin, mit dem wir uns inhaltlich neu aufgestellt haben. Seitdem haben wir unser Programm stetig fortentwickelt.
2009 brechen die Grünen bei den Wahlen mehrere Rekorde. Mit 13,7 Prozent erzielen sie in Hessen das beste Landtagswahlergebnis in einem Flächenland, mit 12,1 Prozent das beste Europawahlergebnis und mit 10,7 Prozent des beste Bundestagswahlergebnis. Auch 2011 setzt sich dieser Trend fort. BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN ziehen nach 13 Jahren mit 7,1 Prozent wieder in den Landtag in Sachsen-Anhalt ein, erzielen in Rheinland-Pfalz 15,4 Prozent und bilden mit der SPD eine rot-grüne Koalition. Den größten Erfolg schafft die Partei 2011 in Baden-Würrtemberg. Hier erreichen die Grünen 24,2 Prozent und stellen zum ersten Mal mit Winfried Kretschmann den Ministerpräsidenten.
In unserer Anfangszeit 1980/81 lag unsere Mitgliederzahl bei gut 9.000, inzwischen hat sie sich mehr als verfünffacht. Mitte 1998 konnten wir unser 50.000stes Mitglied begrüßen. Die Anfangszeit der Regierungsbeteiligung und die für unsere Partei extrem schwierige Debatte um den Kosovokrieg führte zu einem Einbruch bei den Mitgliederzahlen. Seit der Bundestagswahl 2002 gewinnen BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN wieder kontinuierlich Mitglieder hinzu. 2010 wird der Höchstwert von 51.812 Mitgliedern aus dem Jahr 1998 übertroffen und Mitte April 2011 sind die Grünen bei 55.555 Mitgliedern angekommen, ohne dass der Zustrom nachlassen würde.
Die beste Möglichkeit heißt natürlich beitreten und sich gemeinsam mit uns für unsere Politik einsetzen. Aktives politisches Engagement fordert etwas Zeiteinsatz: für Diskussionen, Versammlungen und Wahlkampf. Bringt aber auch viel Spaß, Einblick in politische Strukturen, lange Abende mit Gleichgesinnten und das Gefühl etwas bewegen zu können. Und jeder findet bei uns seine ganz persönliche Form der Unterstützungsmöglichkeiten. Es muss ja nicht immer Plakate kleben, sondern kann auch die Betreuung der Homepage des Kreisverbandes oder ähnliches sein. Für Menschen bis 27 gibt es die Grüne Jugend, bei der man auch unabhängig Mitglied werden kann. Wer schon bei Eintritt thematische Interessenschwerpunkte hat, kann in Bundes- oder Landesarbeitsgemeinschaften (BAGen bzw. LAGen) mitarbeiten. Und wer gar keine Zeit hat, uns aber dennoch unterstützen will – politische Arbeit kostet Geld. Eine Spende hilft uns natürlich auch bei der Umsetzung unserer Ziele.
Teilnehmen bei Meine Kampagne
Ich werde Mitglied
Grüne Jugend
Ich möchte spenden