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Die Kanzlerin badet!

"Milch darf nicht billiger sein als Wasser", fordern BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN. Deswegen waren wir mit einer Guerilla-Aktion zum Milchgipfel vor dem Kanzleramt. Und auch Frau Merkel war dabei

29.05.09

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02-06-09 14:24
(Kuh)Milch ist weder Gesund noch Lebensmittel (ausser für Kälber) so wie Herr Bonde es am Ende darstellen will.

taz: http://www.taz.de/1/zukunft/konsum/artikel/1/mythos-milch/

peta: http://www.milch-den-kuehen.de/pcrm.html

Ansonsten mal selber Recherchieren... "Die Milch machts" eben doch nicht...

@Herr Müller: Wenn Berlin "sehr hohe Wasserpreise[n]" hat, wäre Berlin obere Schranke fürs Wasser und nicht, untere. Somit ist die 6 cent Differenz, schon heftig (wenn ihre Zahlen stimmen).
02-06-09 12:30
Du scheinst dich mit der Landwirtschaft nicht ganz auszukennen. Die hohen Produktionskosten kommen daher, dass das Gras eben nicht wächst ohne dafür Geld zu verlangen. Um auf der Fläche, die vorhanden ist genügend Futter zu ernten, muss gedüngt werden und Dünger kostet Geld, sei er mineralisch oder organisch. Auch die wenigste Zeit im Jahr könnte die Kuh frische Gras fressen, da es in der konvetionellen Landwirtschaft, welche den Großteil darstellt, arbeitstechnisch nicht möglich ist, dafür zu sorgen das die Kuh täglich ihr grün bekommt und zumal Gras auch nur im Sommer wächst. Das Gras muss deshalb im Sommer konserviert werden damit es das ganze Jahr über zur Verfügung steht. Dafür braucht man Maschienen, welche erstens hohe Anschaffungskosten haben und zweitens den teuren Diesel brauchen. Auch die Kuh brauch einen Stall, welcher Untehaltungskosten verursacht und die Melkmaschiene läuft auch nur mit Strom. Die Kuh ernährt sich ja auch nicht nur von Gras, sie brauch auch Kraftfutter, Eiweiß und Minaralfutter, was zumindest teilweise zugekauft werden muss.
Es gibt noch viele weitere Punkte welchen man hier aufführen könnte, ich will es mal dabei belassen.
Deutsche Milch ist eines der am besten untersuchten Lebensmittel überhaupt, daher stellt sich die Frage was der Verbraucher will: Entweder die Milcherzeugung soll hier erhalten bleiben, was einen höhern Preis zur Folge haben muss, oder wir bekommen unsere Milch in zukunft erst aus Polen, dann aus Russland und irgendwann vieleicht aus Afrika.
In keinenm dieser Länder gibt es so strenge Kontrollen wie hier, in Afrika, wo Kühlung äuserst schwierig ist, wird der Milch manchmal Formalin zugesetzt. Auch ein Milchskandal wie in China wäre bei uns nicht möglich.

Ich hoffe ich konnte ein wenig Klarheit schaffen!
30-05-09 18:50
Ich wohne in Berlin. Berlin gilt wegen der Privatisierung der Wasserversorgung als Stadt mit sehr hohen Wasserpreisen. Ein Kubikmeter Trinkwasser kostet hier 2,181 Euro und ein Kubikmeter Schmutzwasser kostet 2,543 Euro. Dies sind zusammen 4,724 Euro für einen Kubikmeter = 1000 Liter also nur 0,4724 Cent pro Liter. Der niedrigste Preis, den ich bei Aldi und Lidl für fettarme Milch gefunden habe, waren 41 Cent pro Liter. Ein Liter Milch kostet also 86,79 mal so viel, wie ein Liter Wasser. Vollmilch ist sogar noch teurer.
Die „Gefahr“ dass Milch irgendwann billiger als Wasser sein könnte, besteht also nicht.
Bei der Klärschlammpampe, die von den Agrarfabriken erzeugt wird, müssten die eigentlich noch was zahlen, damit wir Verbraucher das Zeug überhaupt abnehmen.
Anstatt zu meckern sollten die besser Qualität nach den Richtlinien des Bioland Verbandes anbieten. Da kostet ein Liter im Bioladen 1,20 Euro.
Das ganze Geschrei, das der Liter in der Produktion angeblich 40 Cent kosten würde und die „armen Bauern“ Verluste machen, wenn sie weniger als 40 Cent bekommen, ist sowieso unverständlich. Das Gras wächst ohne dafür Geld zu verlangen. Die Kuh frist das Gras und macht daraus Milch, ohne dafür Geld zu verlangen. Der Bauer/Die Bäuerin melkt die Kuh, verkauft die Milch und jeder Cent Verkaufspreis ist ein Cent Gewinn. Wo sollen da die angeblichen Produktionskosten der Bauern herkommen ?
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