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Der unsinnige Saale-Kanal

Der letzten relativ naturnahen Flusslandschaft an der Elbe droht das Aus. Die Grünen setzen sich für deren Erhalt ein und werfen dem Projekt "Saale-Kanal" vor, dass dort 100 Millionen Euro zum Fenster rausgeworfen werden.

23.02.10
  • Elbe, fotografiert von Manfred Hartmann

    Die Elbe gilt als letzte noch relativ naturnahe Flusslandschaft. Rotmilan, Seeadler und Biber können hier gesichtet werden. Für 100 Millionen Euro soll nun ein Kanal gebaut werden, damit Europaschiffe mit einer Ladung von 1350 Tonnen fahren können. Weil die Saale nur über die Elbe zu erreichen und der Schiffverkehr aufgrund der wechselnden Wasserstände der Elbe nur schwierig zu planen ist, würde der Saale-Kanal auch die Vertiefung der Elbe nach sich ziehen. Denn für eine verlässliche Güterschifffahrt sind die Niedrigwasserphasen der Elbe ein Problem.
  • Elbhochwasser 2002, fotografiert von harald Weber Hawedi

    Ein Ausbau einer Flussstraße führt auch dazu, dass Feucht- und Überschwemmungsgebiete veloren gehen. Wenn Wassermassen bei einem Hochwasser dann keinen anderen Weg mehr finden, kann es zu solchen Überschwemmungen kommen wie zuletzt bei dem Elbhochwasser 2002.
  • Bundesarbeitsgemeinschaft Ökologie zeigt, wie das geld zum Fenster rausgeschmissen wird

    Die Grünen fordern den Stopp der Planungen des Saale-Kanals und eine Verlagerung des Gütertransports auf die Schiene. Die Bahn ist das umweltfreundlichste Transportmittel und eine ökologisch wertvolle Flusslandschaft könnte so erhalten werden. Am Rande ihrer Jahresauftakttagung in Dessau-Roßlau hat die BAG Ökologie von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN mit einer Aktion verdeutlicht, wie hier Geld verschleudert wird. Neben Steffi Lemke (rechts), der Politischen Bundesgeschäftsführerin, nahmen auch (von links nach rechts) Stephan Kühn (MdB), Johannes Lichdi (MdL), Dorothea Steiner (MdB), Iris Brunar (BUND) und Gisela Kallenbach (MdL) teil.
  • Bundesarbeitsgemeinschaft Ökologie zeigt, wie das geld zum Fenster rausgeschmissen wird

    Der Bau des Saale-Kanals würde nicht nur eine Verschleuderung von Steuergeldern bedeuten, sondern auch die Elbe bedrohen. Außerdem kritisieren die Grünen Politiker die seit Jahren stattfindenden Steinschüttungen an der Elbe. Steffi Lemke sagt: "Es muss endlich Schluss sein mit der Steinigung der Elbe. Seit Jahrzehnten werden Millionen Euro in diesem Fluss versenkt. Mit massiven ökologischen Schäden als Folge, aber mit keinerlei ökonomischen Gewinn. Diese sogenannten Unterhaltungsmaßnahmen sind ein verdeckter Ausbau und sie gehören sofort gestoppt!"
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Grüne für den Erhalt der Flusslandschaft Elbe - Beschluss der BAG Ökologie, 20.02.2010

26-02-10 14:49
Andere ausbeuten oder ihren Verdienst wegnehmen, um mit diesem Geld Schwachsinnsprojekte wie die Vertiefung des Elbekanals durchzusetzen auf unqualifizierte und korrupte Art und Weise. An Schlechtigkeit mangelt es uns in deutschen Führungsetagen wahrlich nicht.
Wenn die Moral bei Führungskräften (Industrielle, Bankiers wie Politiker) nicht da ist, braucht man es aber auch nicht von Bürgern einfordern, wenn diese ihre Steuern nicht zahlen wollen, denn mit Steuern finanziert man dann ja Unsinn!
24-02-10 17:44
Jawoll, lieber Herr Zentner, sprechen Sie es ruhig aus: Unsere Demokratie ist eine Scheindemokratie, weil sich Parteien von Banken, Unternehmen, Lobbyverbänden und vermögenden Privatleuten finanzieren (kaufen?) lassen dürfen.

Unser Land braucht einen Neuanfang in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft.
24-02-10 13:26
Die haben doch hier sowieso was am Kopf, die haben bzw. wollen gar nicht begreifen, dass sie so nicht weiter machen können.
Denn diesen Personen ( von Menschen kann man hier nicht sprechen, das wäre ja eine Beleidigung für alle Anderen ) interessiert doch nur die Macht und sehen uns sowieso nur als Sklaven, Untermenschen an.
Entschuldigt Bitte die klaren Worte, denn ich bin mir bewusst, das auch bei uns es Menschen gibt die glauben, das hier wäre Demokratie.
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