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Déjà-vu

Solch einen Satz erwartet ein Reporterteam nicht unbedingt bei einer Wahlkampfveranstaltung einer Ministerin. Hat Ursula von der Leyen aber gesagt - und ein Kamerateam von Spiegel TV daraufhin aus einer Kindertagesstätte, zu der per Pressemitteilung geladen wurde, entfernen lassen

24.08.09
Würden sie doch bitte diesen geschlossenen Kreis hier verlassen!

Ursula von der Leyen bei einem offiziellen Pressetermin in einer Kindertagesstätte

Pressetermine sind in Wahlkampfzeiten ganz besonders wichtig. Das weiß auch Ministerin von der Leyen. Sie weiß auch: Kinder machen sich in der Berichterstattung immer gut. Da kann man gar nichts falsch machen. Eigentlich.

Außer man nimmt es vor laufender Kamera mit der Pressefreiheit nicht so genau. Denn die Reporter von Spiegel TV wollte die Ministerin bei dem Termin nicht dabei haben und ließ sie vom Hausherren prompt rauswerfen.

Jedoch nicht ohne ein schlagkräftiges Argument: Es geht nämlich um die Kita. Achso. Wussten die Männer von Spiegel TV wohl nicht. Das ist natürlich einzusehen. Unter gewissen Umständen sind bestimmte Grundrechte nämlich eine zu vernachlässigende Größe für die Frau Ministerin.

Schließlich geht es hier um die Kinder - und nicht um eine aufgeklärte Öffentlichkeit - diese Argumentation kennen wir von Ihnen doch schon irgendwoher, Frau Ministerin.

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michael dörfler
26-08-09 13:58
Ich finde das auch nicht so einen heissen Skandal.
Man müsste mehr Details wissen, vielleicht gab es sogar gute Gründe, z.B. wegen der Kinder oder so. Man müsste mehr darüber wissen, aber dafür ist es echt zu unwichtig.
CS
25-08-09 19:30
Ich mag die Frau ja auch nicht, aber diesen Fall kann ich schon verstehen. In der Lokalzeitung zu stehen ist noch eine nette Sache, wenn ich meine Kinder aber (ungefragt) bei SpiegelTV gezeigt würden, fände ich das nicht so witzig. Von daher ist es schon verständlich, dass zu so einem Termin nur lokale Medien eingeladen wurden.
(Ich würde meine Kinder natürlich niemals einer Wahlkampfaktion von Zensursula aussetzen.)
Eine Pressemitteilung verstehe ich auch keinesfalls als Einladung, sondern nur als das was es ist: eine Mitteilung.

Also eigentlich finde ich so einen Beitrag auf der Startseite einer Bundespartei irgendwie peinlich. Gibt es nicht inhaltliches mehr zu schreiben?
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