Die Mitglieder entscheiden

Die Delegierten stimmten auf dem Länderrat am 2. September in Berlin mit breiter Mehrheit für die Einleitung einer Urwahl zur Findung eines Spitzen-Duos für die Bundestagswahl 2013. Jedes Mitglied kann jetzt entscheiden, welche beiden Personen - davon mindestens eine Frau - die Grünen in den Wahlkampf führen werden.

"Mit der Urwahl leisten wir einen Beitrag zur Weiterentwicklung demokratischer Prozesse in unserem Land", sagte die politische Bundesgeschäftsführerin Steffi Lemke auf dem Länderrat. Mit breiter Mehrheit hat der Länderrat am 2. September in Berlin den Antrag des Bundesvorstandes zur Einleitung einer Urwahl (PDF) beschlossen.

Jedes Mitglied kann zwei Stimmen vergeben, wobei nicht zwei Stimmen auf zwei männliche Bewerber entfallen dürfen und nicht beide Stimmen auf eine Person vereint werden dürfen. Alternativ kann insgesamt mit Nein oder Enthaltung gestimmt werden.

Organisiert wird die Urwahl im Urwahlbüro.

Es setzt sich wie folgt zusammen:

  • Steffi Lemke, Politische Bundesgeschäftsführerin
  • Emily May Büning, Organisatorische Bundesgeschäftsführerin

vom Länderrat bestätigte ehrenamtliche UnterstützerInnen der Urwahl, die mit juristischem Sachverstand das Verfahren begleiten:

  • Katja Keul, Mitglied des Bundestages
  • Konstantin von Notz, Mitglied des Bundestages
  • Paula Riester, Vorsitzende der BVV-Fraktion Friedrichshain-Kreuzberg
  • Jürgen Roth, Mitglied im Kreisverband Tempelhof-Schöneberg

sowie

  • Alessa Berkenkamp, Referentin im Urwahlbüro
  • noch zu benennendeR NotarIn

Das Urwahlbüro sorgt nicht nur dafür, dass die Urwahl organisatorisch ein voller Erfolg wird, sondern ist auch Ansprechpartner für alle Mitglieder bei Fragen zur Urwahl:

BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN
Bundesgeschäftsstelle
Urwahlbüro
Platz vor dem Neuen Tor 1
10115 Berlin
Tel.: 030-28442-166
Fax: 030-28442-250
urwahl@gruene.de

Alle Informationen zur Urwahl

Klicke auf die Buttons, um das jeweilige Netzwerk zu aktivieren. Beachte, dass dadurch persönliche Daten an Facebook, Twitter oder Google übertragen werden.

http://www.gruene.de/uploads/tx_rsmttnewsext/Urwahl_bh_03.png

Fragen und Antworten zur Urwahl

Die wichtigsten Fragen und Antworten zum Ablauf der Urwahl.

http://www.gruene.de/uploads/tx_rsmttnewsext/Urwahl-Auszaehlung-Neu_225x130.jpg

Beteiligung ist hoch - Entscheidung rückt näher

61,64 Prozent der grünen Mitglieder haben an der Urwahl teilgenommen. In wenigen Tagen steht das grüne Spitzenduo fest.

http://www.gruene.de/uploads/tx_rsmttnewsext/Urwahlunterlagen_225x130.jpg

Sie haben Post

Am 8. Oktober werden die Briefwahlunterlagen für die Urwahl verschickt. Rund 60.000 grüne Parteimitglieder entscheiden dann über das Spitzenduo für die Bundestagswahl 2013.

http://www.gruene.de/uploads/tx_rsmttnewsext/BDK_2011_Stimmkarte_225x130_07.jpg

Aufbruch 2013

Auf dem Länderrat am 2. September wollen sich BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN für den Bundestagswahlkampf 2013 rüsten.

http://www.gruene.de/uploads/tx_rsmttnewsext/urwahl_gt_225x130_01.png

Katrin Göring-Eckardt und Jürgen Trittin gewinnen die Urwahl

Unser Spitzenduo wird gestärkt von der Entscheidung der grünen Basis in den Wahlkampf 2013 ziehen.

Kommentare

Danny
16-10-12 10:13
Frauen nach vorne - gut und richtig - wir Grünen sind da glaub ich auch schon recht weit. Aber ein Wahlverfahren, das fast schon zwangsläufig auf eine (Promi-)Frauendoppelspitze zuläuft, geht glaube ich dann doch zu weit. Auf zwölf Männer, erfreulicherweise nicht nur Promis, entfällt eine abgegebene Stimme (1:12). Auf drei Promifrauen - wo sind die anderen fähigen Frauen - entfällt ebenfalls eine, wenn nicht sogar zwei Stimmen (1:3 - 1:1,5). Unter normalen "grünen" Umständen kann doch nichts anderes als eine Frauendoppelspitze dabei herauskommen. Wenn das beabsichtigt war, hätte das vorher auch gesagt werden können.
Eine Stimme für jedes Mitglied, einen festen Platz von Zweien für eine Frau und den Anderen nach einem gleichberechtigten Zählverfahren und das Bemühen um mehr weibliche Kandidaten hätte uns glaube ich besser zu Gesicht gestanden.
Andreas K.
18-09-12 12:43
Die Idee einer Urwahl ist eine hoffentlich Chance der Basis,dass bisherige dominierende Trio Trettin, Kühnast und Roth in die Schranken zu verweisen.
Selst gesicherte Pfründe der drei über viele Jahre und erst Recht deren Ausstrahlung im Bundestag ist peinlich geworden. Bei der Bürgermeisterwahl in Berlin,hat sich gezeigt,wo tatsächlich deren Akzeptanz nur noch marginal
Erfolg hat. Mit Frau Roth wäre es noch viel verheerender,
wenn sie den Mut hätte, sich dem Wähler direkt zu stellen und Herr Trittin ist ein unerzogener Flegel.

Mit dem MP Baden - Würtenberg, Herrn Kretzschmer, beweißt
die Grüne Partei,dass ausgewogene, seriöse politische Interessenwahrung ankommt !! Solche Kandidaten sind gefragt und stärken die Uridee der grünen Bewegung.

Sie sind vorhanden ! Sie verdienen ihre Chance.

Dass sich so viele Mitglieder nun als Spitzenkandidat / -in
bewerben, zeigt den Unmut der Basis zur eigenen Führung !!

Ich hoffe, wünsche der Partei einen seriösen Neuanfang, auch
personell. Nur so hat diese Bewegung auch Chancen, stark die Wahlen zu gestalten.
Tim
15-09-12 09:43
Rot-Grün allein wird die Wahl 2013 nicht gewinnen.
Deshalb sollte man versuchen, die Linken oder die Piraten mit in Boot zu holen.
Das wäre auch gut für die Demokratie, den viele in der Grünen Basis sind freunde linker Politik. :)
Eckhard
12-09-12 04:29
Ich finde, daß die Kreisverbände auf einer ihrer Sitzungen im Oktober 12 der an der Basis stattfindenden Kandidatenwahl (Personenwahl) ein inhaltliches Votum an die Seite stellen sollten. Meines erachtens ist die SPD derzeit nicht regierungsfähig bzw. nicht bereit die Macht im Lande zu gewinnen. Wir alle haben lange Jahre für eine Realisierung der Energiewende gearbeitet. Jetzt drohen die ökonomischen Protagonisten der Energiewende ruiniert zu werden. Ich bitte daher an dieser Stelle dem Opportunismus einen Platz zu geben und die beiden Kandidatinnen auf eine schwarz / grüne Koalition einzuschwören. Dies ist nicht eben ein schöner Vorschlag, aber ansonsten geht die nötige Energiewende verloren. Die Rahmenbedingungen sind zuletzt derartig verschlechtert worden, dass vielen Protagonisten das Wasser bis zum Halse steht. Lasst uns nicht noch einmal 4 Jahre Opposition machen, denn dann wäre die Energiewende bei uns zum scheitern verurteilt. Egal, ob es nun Renate und Jürgen werden, oder aber jemand ganz anderes, wir sollten die KandidatInnen auf schwarz / grün einschwören.

Lieben Gruß

Ecki
Bärbel
11-09-12 08:43
Früher gab es mal das Rotationsprinzip bei den Grünen. Alle 2 Jahre halte ich zwar für zu einen kurzen Abstand, aber nach 4 oder gar 8 Jahren, sollte endlich Schluss sein und ein neuer unverbrauchter Kandidat nachrücken.
Reinhard Wartenhorst
09-09-12 12:00
Liebe Freunde,

eine Urwahl ist der richtige Schritt zu mehr Transparenz und Basisdemokratie.

Wenn dann bei der Wahl der Kandidaten endlich nicht mehr nach Geschlecht limitiert wird und die Position der Kandidaten im Vordergrund stünde, hätten wir auch "Geschlechtergerechtigkeit" umgesetzt.

Gruß
Reinhard
walter stephenson
07-09-12 21:43
Für die kommenden Jahre sind für das Überleben Deutschlands und Europas Kämpfer mit ausgeprägten Kompetenzen gefragt,
nicht Gewinner im Empathie-Wettbewerb.Gegen moralfreie
Finanzhaie und Lobbytum reicht es nicht als Gutmensch die
Menschheit umarmen zu wollen. Danach müssen unsere Spitzen-kandidaten bestimmt werden, nicht nach Proporz.
Rainer Koch
06-09-12 10:20
Der existierende "Geschlechtsrassismus" 30 Jahre nach Gründung der Partei in Form der jetzigen Ungleichbehandlung von Männern dient mittlerweile eher der Machtsicherung der etablierten Parteifrauen. Diese dürfen majorisieren, Männer aber nicht ! ( "2 Frauen gut, 2 Männer schlecht" , um ein Orwell-Zitat verfremdet anzuwenden)

Welch Armutszeugnis für die in der Partei vertretenen Frauen.
Martin
04-09-12 22:32
Ich find's prima und den ganzen Urwahl-Prozess erfrischend, mir geht das "Alten"-Bashing hier auf den Keks, und am Wichtigsten ist sowieso das Programm. Dafür werde ich auch gern Wahlkampf machen.
klaus dispo
04-09-12 22:20
wann begreifen unsere dinos endlich, dass sie mehr bremsen als und gutes tun ? bitte jürgen, bitte claudia und alle anderen "promis" !!! bitte !!!
Kommentar

Wir freuen uns auf Meinungen zu diesem Artikel. Bitte beachtet unsere Nutzungsbedingungen.
Die Kommentarfunktion dient nicht dazu, direkt mit uns Kontakt aufzunehmen oder Fragen zu stellen. Dafür haben wir ein Kontaktformular.



CAPTCHA-Bild zum Spam-Schutz

Wenn Sie das Wort nicht lesen können, bitte hier klicken.