Fleischeslust
Welche politische Dimension der Genuss von Schnitzel, Gulasch und Co. hat, erklärt die Heinrich Böll Stiftung in ihrem Fleischatlas. MEHR
Welche politische Dimension der Genuss von Schnitzel, Gulasch und Co. hat, erklärt die Heinrich Böll Stiftung in ihrem Fleischatlas. MEHR
Der Monitoringbericht macht deutlich: Die Schwarz-Gelben Regierung kann die Energieeffizienzziele nicht erreichen. MEHR
Die von der Merkel-Regierung verabschiedete Beihilferegelung für die Industrie fördert weder den Klimaschutz noch entlastet Sie die Bürger. MEHR
Eine Geschichte über unfaire Ausnahmen, die Schwarz-Gelb der Industrie gewährt. MEHR
Wie wir bis 2050 unabhängig von fossilen Energieträgern werden können. MEHR
Wir erklären, warum Solarstrom ein wichtiger Baustein für die Energiewende ist. MEHR
Alle Infos rund um EU-Fiskalvertrag, ESM und die Position der Grünen. MEHR
Grüne Mitglieder können zehn Projekte für die Bundestagswahl 2013 auswählen. MEHR
Wir haben sieben Bürgermeistern aus sechs Bundesländern einen Fragebogen geschickt und sie gebeten, von ihrer Motivation zu erzählen, die Gestaltungsmöglichkeiten zu nennen und die Zukunft einer Grünen Kommune zu beschreiben.

Warum machst Du Kommunalpolitik?
Franz Schulz: Seit 20 Jahren interessiere ich mich für Kommunalpolitik, weil damit ein ganz intensiver und direkter Kontakt mit den Bürgerinnen und Bürgern möglich ist. Das hat auch den angenehmen Nebeneffekt, dass keine Routine aufkommt, weil die Probleme nicht ausgehen und vielschichtig bleiben.
Welche Gestaltungsmöglichkeiten hast Du als Kommunalpolitiker?
Als Kommunalpolitiker in einem Stadtstaat kann ich insbesondere Schwerpunkte in der Stadtentwicklungspolitik setzen, also in welchem Umfang sie sozial, ökologisch und partizipativ für die Bürgerinnen und Bürger ausgestaltet wird. Aber auch im Bereich der Kinder-, Jugend- und Familienpolitik sowie im Bereich der Integrationspolitik (Berlin ist eine Einwanderungsstadt) lassen sich „grüne“ Akzente setzen.
Wie groß ist der Spielraum für Deine Arbeit in Zeiten knapper kommunaler Kassen?
Im Bereich der Stadtentwicklungspolitik habe ich sehr frühzeitig durchgesetzt, dass Eigentümer bei planungsbedingten Wertsteigerungen ihrer Grundstücke sich an der Finanzierung von kommunaler Infrastruktur (Kitas oder Grünflächen) beteiligen müssen. Gleichwohl ist die Modernisierung und Ausbau der Infrastruktur der Bereich, der von knappen Kassen am deutlichsten betroffen ist. Allerdings gelang es mir bisher ganz gut, Verluste bei der Finanzzuweisung durch Förderprogramme auszugleichen.
Was konntest Du bislang als Bürgermeister bewegen?
Zwischenzeitlich ist ein recht guter energetischer Status bei den kommunalen Gebäuden erreicht, in den letzten Jahren konnten noch weitere große Grünflächen und Parks hinzugewonnen werden, im Rahmen der Stadterneuerung sind urbane Quartiere entstanden (mit steigenden Zahlen von Familien und Kindern) und der Ausbau von integrierten, generationsübergreifenden Familien- und Nachbarschaftszentren mit interkulturellem Schwerpunkt ist beinahe flächendeckend erreicht. Worauf ich auch besonders stolz bin, dass wir östlich des Rheins das erste Modellprojekt für die Abwasserwärmerückgewinnung realisieren konnten. Ein bislang völlig vernachlässigtes Energiegewinnungsverfahren mit großem Potential für städtische Räume.
An welchen Punkten müssen Kommunen „grüner“ werden?
Aus meiner Sicht müssen wir als „Kommunen“ noch deutlicher den ökologischen und vor allem energetischen Umbau der Stadt forcieren. Diesen notwendigen Umbau auch sozial zu gestalten, also ohne Verdrängung armer Haushalte an den Stadtrand, ist eine besondere „grüne“ Herausforderung.






