
Das Aktionsbündnis K21 informiert über die Pläne und organisiert den Protest.
Nach dem Golf von Mexiko nimmt sich BP das Mittelmeer vor. Doch der Protest wirkt!
Britta Petersen über die Situation im Distrikt Nowshera in Pakistans Provinz Khyber Pakhtunkhwa.
Ein Gastbeitrag von Annalena Baerbock und Agnieszka Malczak über Atomwaffen, Atomausstieg und das neue NATO-Konzept.
Renate Künast über Atomausstieg, Steuersenkungen und Google Street View.
Teil 18 der "Grünen Geschichte(n)": Die Frage der militärischen Gewalt.

Wie war es, als die Grünen in den Bundestag einzogen? Oder später regierten? Diese und andere prägende Meilensteine der Grünen Chronik werden hier in 30 Geschichten anlässlich unseres 30. Geburtstags in Erinnerung gerufen. Jede Woche erscheint ein weiterer Meilenstein.
Nach der Wahl 1990 schließen sich erst West- und Ost-GRÜNE zusammen, später GRÜNE und Bündnis 90. Gemeinsam bundespolitisch stark zu werden, statt einzeln unterzugehen, ist das Ziel. Der Weg bis zum Vereinigungsparteitag 1993 ist steinig, denn die kulturellen Unterschiede erweisen sich als ebenso groß wie die Sorge der zahlenmäßig weit unterlegenen Ostdeutschen, im gemeinsamen Projekt unterzugehen.

Doch es hat sich für alle gelohnt: Die Bürgerbewegten sichern so ihren dauerhaften bundespolitischen Einfluss. Die West-GRÜNEN entwickeln einen stärker an Dialog und Konsens orientierten Politikstil. Und das Land erlebt das seltene und kostbare Beispiel einer ost-westdeutschen Vereinigung auf Augenhöhe.

Werner Schulz, Gründungsmitglied von Bündnis 90, sagte in einer Feierstunde zum 15-jährigen Bestehen von Bündnis 90/DIE GRÜNEN: "Unsere Vereinigung vor 15 Jahren war alternativlos, beispielhaft, zukunftsweisend und erfolgreich. Sie war die Voraussetzung für den Fortbestand zweier noch junger Parteien, die Fortsetzung der parlamentarischen Arbeit und die Ausgangsbasis für die spätere Regierungsbeteiligung."

Die Vereinigung habe einen langen Vorlauf gehabt, so Werner Schulz. Mit Einzug der Grünen in den Bundestag 1983 habe ein Teil der Grünen die DDR-Opposition aktiv unterstützt. „Wir hatten plötzlich allein auf totalitärer Flur aktive Verbündete. Das ist unheimlich wichtig gewesen und das vergisst man im ganzen Leben nicht. Schon allein deswegen waren die Grünen unsere genuinen Verbündeten. Vorausgreifend nannte sich die Volkskammer-Fraktion deswegen auch Bündnis 90/Grüne.“
Heute habe sich, entgegen seiner Erwartung, Bündnis 90 im grünen Tee aufgelöst, so Werner Schulz. "Aber wenn die Chemie in Ordnung ist, dann geht auch die Substanz nicht verloren."
Nächste Folge - Teil 16: Kein Mensch ist illegal - Der Asylkompromiss 1993
Hier geht es zu allen bislang veröffentlichten Episoden unserer Serie "Grüne Geschichte(n)".
Weitere Jahreszahlen und Grüne Ereignisse finden Sie in unserer Überblicks-Chronik.
Quelle Abb.: Archiv Grünes Gedächtnis der Heinrich Böll Stiftung





