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Die Finanztransaktionssteuer könnte für mehr Gerechtigkeit sorgen. So funktioniert sie.

Wie war es, als die Grünen in den Bundestag einzogen? Oder später regierten? Diese und andere prägende Meilensteine der Grünen Chronik werden hier in 30 Geschichten anlässlich unseres 30. Geburtstags in Erinnerung gerufen. Jede Woche erscheint ein weiterer Meilenstein.

Sie war und ist umstritten: die Quote. Dabei gibt es kein erfolgreicheres Instrument, um Frauen in Führungspositionen zu bringen. Und es gibt keine Partei, die das so konsequent tut wie DIE GRÜNEN. Das Frauenstatut legt fest: Alle ungeraden Plätze auf Wahllisten sind Frauen vorbehalten, die grünen Gremien grundsätzlich paritätisch zu besetzen. Die Folge: In keiner Partei gibt es auch nur annähernd so viele einflussreiche Frauen.


Und die starken grünen Frauen machen starke Politik, bringen neue Themen auf den Tisch. In ihrer ersten Bundestagsrede sorgte Waltraud Schoppe 1983 für männliche Tumulte, als sie eine „Bestrafung bei Vergewaltigung in der Ehe“ forderte. Heute ist diese längst Straftatbestand, und die grünen Frauen und Männer kämpfen weiter: gegen Lohnungleichheit und Diskriminierung, für eine eigenständige Existenzsicherung von Frauen und tatsächliche Gleichstellung.
Mehr Informationen zur grünen Frauenpolitik: www.gruene.de/frauen
Das 1986 auf einem Sonderparteitag beschlossene Frauenstatut (PDF).
Nächste Woche erscheint Teil 11: Die Grünen und die Dritte-Welt-Bewegung
Hier geht es zu allen bislang veröffentlichten Episoden unserer Serie "Grüne Geschichte(n)".
Weitere Jahreszahlen und Grüne Ereignisse finden Sie in unserer Überblicks-Chronik.
Quelle Abb.: Archiv Grünes Gedächtnis der Heinrich Böll Stiftung
Dieses plakat ist schon ziemlich paradox wenn man von gleichberechtigung spricht und die frau dort auf dem mann sitzt. Ich bin eigendlich ein fan der grünen politik aber das ist sehr traurig
Doch da der Anteil vieler Frauen daran keinem Starkult oder dem Vergessen erliegen sollte,eine wichtige KOrrektur:
das erste Mal waren Vertreterinnen der Frauenbewegung in der
Europaliste der Grünen 1979 vertreten,haben PEtra KElly und Eva Quistorp ein tandem der international und europäisch
orientierten Frauenpolitik gebildet mit Frauen aus Bürgerinitiativen und Eva Quistorp hat den ersten bundesweiten Frauenworkshop der Grünen in BOnn im Mai 1979 organisiert, am 12./13.1.80 auf dem Gründungsparteitag der Grünen auf Anregung von Petra Kelly und den jungen europäischen Förderalisten das erste mal
auf einem Parteitag die Frauenquote gefordert,
das Frauenstatut und die Frauenquote gehen also schon auf
die Kooperation von Petra Kelly und EVA Quistorp, die seit der Antiatomkonferenz in Irland 1978 eng bis zur ihrem tragischen Tod befreundet waren, zurück und wurden 1986 nach
Tschernobyl institutionialisiert und wurden VOrbild für
viele Parteien, Gewerkschaften und Kirchen wie heute sogar
für die CSU und für die Aufsichträte,Eva Quistorp, Mitgründerin und eine der ersten Europakandidatinnen der Grünen,Mitglied des Bundesvorstandes,Organistorin der drei
grossen Friedensdemos in Bonn,Mitinitiatorin der Frauen für Frieden und der Menschenkette 1982-83,MdEP a.D.,Mitgründerin dann auch der grünen ALten
lies nach im Grünen Archiv HEft 2010 oder www.berlin-declaration.org
Bin nun keine Gründungsmitglied und habe die Zeit nicht miterlebt. Deshalb ist es umso interessanter die 'Zeitzeugen' dazu zu hören. Die Anekdote mit dem Pressessprecher zeigt, dass es immer auch viel Mut braucht, solche Wege zu gehen und auch Mut zu sagen. "Das habe ich völlig fehleingeschätzt!" Wünsche mir mehr Männer wie Dich, die bis heute für diese dritte Gründungssäule Geschlechtergerechtigkeit eintreten.
Wobei gerade die 'nachwachsenden' Männer viel Unterstützung zeigen. Stelle mal wieder fest: ich bin in der richtigen Partei!
Unsere Erfolge errangen wir auf ganz anderen Gebieten. Am meisten hat mich
fasziniert, welche Wirkung wir mit einem verblüffend einfachen Beschluss
erzielten: an einem Wochenende hatten wir uns zu einer Fraktionsklausur
getroffen, und dabei wurde für die anstehende Neuwahl des Fraktionsvorstands
beschlossen, einen reinen Frauenvorstand zu wählen. Ich weiß noch, wie unser
Mann in der Pressestelle, der Fraktionsangehörige und ausgebildete Redakteur
Heinz Suhr, vor der Wahl herumging und warnte –„Leute, macht das nicht, das
kommt nicht gut an!“. Nach wenigen Tagen in einer Fraktionssitzung erklärte er
begeistert „Das war das beste, was wir je gemacht haben. Weltweites positives
Presse-Echo!“. Kurz darauf gab es in praktisch allen Parteien die Forderung
nach „Quotenfrauen“, und Heiner Geißler, intellektueller Kopf der CDU,
veranstaltete wenige Wochen später einen CDU-Bundesparteitag mit dem Titel
„Frauen in der Politik“. Mir scheint, dass eine Frau im Kanzleramt bis heute
kaum möglich wäre ohne die damaligen Vorstöße der Grünen.
Das ist nun 26 Jahre her, und eigentlich ist es unverständlich, dass eine überzeugende Gleichstellung von Frau und Mann in unserer Gesellschaft immer noch nicht erreicht ist.
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